Edition Zukunft

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Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Wie gut geht es Tieren in Österreich?

Wie gut geht es Tieren in Österreich?

Ist Österreich womöglich ein Vorreiter beim Thema Tierschutz? Helmut Dungler, Gründer und Vorstand der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, beantwortet diese Frage im STANDARD-Podcast bei Philip Pramer mit einem "klaren österreichischen Jein". Vor Jahrzehnten habe Österreich große Würfe gemacht, die sich jetzt auswirken, sagt Dungler. Mit dem Tierschutzgesetz setzte man etwa Wildtierhaltung im Zoo und Pelzfarmen ein Ende. Damals wurde auch die Käfighaltung von Hühnern verboten und ein Ausgleich der Interessen von Tier, Bauer und Konsument geschaffen. Heute haben sich die Österreicher daran gewöhnt, dass Eier etwas kosten, sagt Dungler. Seinen Bedarf an Eiern kann Österreich inzwischen fast selbst decken. Dungler lehnt Fleischssteuer ab Beim Fleisch sieht die Sache laut Dungler allerdings "ganz anders" aus: Bei der Schweinehaltung herrsche in Österreich das gleiche – niedrige – Niveau, das von der EU vorgegeben wird. "Wir müssten die Kraft haben, einfach Nein zu sagen und uns davon abzuheben." Der Vier-Pfoten-Chef fordert, dass die Haltungsbedingungen, die bei Eiern und Fleisch zusammen mit dem Herkunftsland auf die Verpackung gedruckt werden, auch auf Speisekarten zu finden sein sollen. Im laufenden Nationalratswahlkampf spiele Tierschutz so gut wie kaum eine Rolle, bedauert Dungler. "Das Tierschutzbewusstsein ist in der Politik leider weit hinter jenem der Bevölkerung." Seit den erwähnten Reformen habe sich wenig getan, auch wenn sich viele Menschen durchaus für Tierwohl interessieren würden. Eine "Fleischsteuer", wie sie gerade heiß diskutiert wird, lehnt Dungler jedenfalls ab. "Es geht nicht darum, irgendwo einen Preis draufzuschlagen, sondern ein Landwirtschaftssystem neu aufzusetzen." Fleisch mit einem Euro subventioniert Dungler erinnert daran, dass schon jetzt jedes Kilo Fleisch, das in Österreich produziert wird, mit einem Euro subventioniert werde. Über den Preis allein würden wir mit den neuen Haltungssystemen in Osteuropa, Südostasien und Südamerika aber ohnehin nicht mithalten können. Dort würden Fleisch, Milch, und Eier immer billiger produziert werden können. "Wir brauchen eine ehrliche Politik, die sich Gedanken darüber macht, wie wir Tiere halten, unsere Bauern entlohnen und das Klima schützen können", sagt Dungler. Die Massentierhaltung hat auch direkte Auswirkungen auf den Menschen. 33.000 Menschen sterben jedes Jahr an antibiotikaresistenten Keimen, auch weil viele Tiere mit Antibiotika nicht nur behandelt, sondern präventiv gefüttert werden. Die Grenzen für das Fleisch aus Nord- oder Südamerika zu öffnen bezeichnet Dungler als "Schwachsinn". Dort hätte man kaum Einblick, was Haltungsbedingungen und Medikamenteneinsatz betrifft. Ohne klare Regelungen würde man damit "die europäische Landwirtschaft zerstören". Helmut Dungler spricht im STANDARD-Podcast außerdem darüber, wie jeder Einzelne im  Alltag für mehr Tierwohl sorgen kann und darüber, was ihn in den 30 Jahren seit der Gründung von Vier Pfoten am meisten beeindruckt hat.

Wir hätten die Klimakatastrophe abwenden können. Warum haben wir es nicht getan?

Wir können uns das Ende der Welt eher vorstellen als das Ende unserer Lebensweise: Zu diesem Schluss kommt der US-Journalist und Autor Nathaniel Rich in seinem nun auf Deutsch vorliegenden Buch "Losing Earth". Rich beschreibt darin eindrucksvoll, wie Politik und Industrie vor 30 Jahren die Chance gehabt hätten, die Klimakatastrophe abzuwenden. Warum sie es nicht getan haben, darüber spricht der Schriftsteller Clemens Berger mit Lisa Mayr in dieser Podcast-Folge.

Droht uns ein Blackout?

Wie sicher sind unsere Stromnetze? Darüber sprechen der Bestseller-Autor Marc Elsberg und Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds im STANDARD-Podcast bei Philip Pramer. In Elsbergs Technik-Thriller "Blackout" fällt in ganz Europa für Wochen der Strom aus, ein Kontinent versinkt nach und nach im Chaos. Reale Gefahr oder nur Science-Fiction? "Theoretisch ist das möglich, praktisch auch", sagt Elsberg, aber "sehr unwahrscheinlich". Trotzdem stellt die Energiewende unsere Stromnetze auf die Probe. Was müssen sie leisten, wenn die Stromversorgung kleinteiliger wird und jeder Haushalt Produzent, Verbraucher und Speicher zugleich ist? Und warum ist die Klimafrage auch eine Verteilungsfrage? Die beiden Experten geben Auskunft.

Werden wir in Zukunft immer noch in Geschäften einkaufen?

Wir kaufen immer mehr im Internet ein, klicken auf das Produkt, das uns gefällt und oft liegt es schon am nächsten Tag vor unserer Haustür. Bequem und oft günstiger einkaufen, ohne das Haus zu verlassen – hat der stationäre Handel da überhaupt noch eine Zukunft? Christian Mikunda sagt: Ja. Der studierte Theaterwissenschafter inszeniert sei Jahren für Geschäfte Einkaufen als Erlebnis. "Wir haben das Bedürfnis, uns ein emotionales Extra abzuholen", sagt er im Gespräch mit STANDARD-Redakteur Philip Pramer. 

Wie umweltfreundlich sind E-Autos?

Das Elektroauto gilt als große Hoffnung für die Verkehrswende. Momentan hat es aber ein Imageproblem: teure Anschaffung, geringe Reichweiten, ethisch fragwürdiger Rohstoffabbau für die Akkus. Ist es alternativlos? Manfred Schrödl, Leiter des Instituts für Energiesysteme und elektrische Antriebe an der Technischen Universität Wien, spricht im Podcast mit STANDARD-Redakteur Philip Pramer über die Hoffnungen und Befürchtungen zur E-Mobilität.

Das unheimliche Tal: Was, wenn Roboter menschlich werden?

Roboter sind das Symbol für die Zukunft. Sie werden uns Arbeit abnehmen und unser Leben sicherer und bequemer machen, heißt es zumindest. Gleichzeitig fürchten sich viele Menschen vor immer intelligenter werdenden Maschinen. Wie lässt sich dieser Zwiespalt erklären und was passiert mit uns, wenn Roboter eines Tages tatsächlich menschlich werden? Darüber spricht Zsolt Wilhelm mit Martina Mara, Roboterpsychologin und Professorin am Linz Institute of Technology.

Wieso ist unsere Schule nicht Weltklasse?

Österreich schneidet im Pisa-Test nur mittelmäßig ab. Warum ist das so? Und wie muss die Bildung der Zukunft aussehen, wenn Roboter unsere Jobs übernehmen? Pisa-Erfinder Andreas Schleicher und der Bereichsleiter Bildung und Gesellschaft bei der Industriellenvereinigung (IV), Christian Friesl, sprechen mit Philip Pramer darüber, was Bildung in Zukunft leisten muss, wen sich Österreich als Vorbild nehmen könnte und ob Bildung mit Instrumenten wie Pisa überhaupt messbar ist.

Wofür brauchen wir eigentlich Start-ups?

Österreich ist nicht gerade als Start-up-Hotspot bekannt. Warum ist das so? Wie könnte man die Gründerszene fördern? Und wofür brauchen wir Start-ups überhaupt? Markus Raunig, Geschäftsführer von Austrian Startups, einem Thinktank zur Förderung von Start-ups in Österreich spricht mit STANDARD-Redakteur Philip Pramer darüber, warum wir Start-ups dringend notwendig haben, wie die Start-up-Kultur mit der österreichischen Kultur vereinbar ist und warum man kein Start-up gründen soll, wenn man schnell reich werden will.

Die Erde wird zerstört. Wie kann man nichts dagegen tun?

Melanie Helm ist 18 Jahre alt und geht wie weltweit tausende Schüler und Schülerinnen jeden Freitag auf die Straße, um für Maßnahmen gegen den die bevorstehende Klimakatastrophe zu protestieren. Christian Zauner ist Unternehmern und unterstützt als einer von vielen "Parents for Future" das Anliegen der Teenager. Weshalb sie Kampf um unsere Zukunft nicht tatenlos zusehen wollen und was sie von der Politik und den Regierungen fordern, sagen sie im Gespräch mit Olivera Stajic.

Maschinen, die wir nicht verstehen: Was kann KI heute wirklich?

Der Hype um künstliche Intelligenz ist groß. Aber was kann KI heute wirklich und was denkt ein Mensch darüber, der selbst zur hochautomatisierten Gesellschaft beiträgt? Daniel Schall, KI-Forscher und Softwarearchitekt bei Siemens, erklärt im Gespräch mit Zsolt Wilhelm, wie Roboter und Algorithmen Menschen unterstützen und zum Schutz des Klimas beitragen können. Und er verrät, weshalb wir die künstlichen Intelligenzen, die wir entwickeln, nicht verstehen und es noch sehr viel mehr Fachkräfte brauc