Edition Zukunft

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Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Wie Grundeigentum anders verteilt werden kann

Wie Grundeigentum anders verteilt werden kann

Viele Österreicherinnen und Österreicher arbeiten nach wie vor darauf hin, ein Stück Land zu besitzen. Das eigene Haus gehört für viele zu einem erfüllten Leben. Doch Wohnen und Bauen ist auch ohne Grundbesitz möglich. Das zeigen zahlreiche Initiativen. In Berlin beispielsweise könnte ein aktueller Volksentscheid dazu führen, dass rund 200.000 Wohnungen großer Wohnungskonzerne vergesellschaftet werden. Und in der Schweizer Stadt Basel werden Areale seit 2016 überhaupt nur noch in Ausnahmefällen verkauft. Stattdessen wird ein Baurecht für meist 99 Jahre vergeben.

Was wäre, wenn Grundbesitz nicht als selbstverständlich angesehen würde, es kein kapitalistisches Eigentum an Grund und Boden gebe? Das besprechen wir in dieser Folge Edition Zukunft mit dem deutschen Philosoph Niklas Angebauer. Er stellt sich diese Frage in seiner Forschung an der Universität Oldenburg.

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Was das neue UN-Plastikabkommen bringen könnte

Jedes Jahr landen rund 14 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer. Aber auch an Land und sogar in der Luft wird die Plastikverschmutzung zum immer größeren Problem. Gleichzeitig trägt die Produktion zur Erderhitzung bei – Kunststoff wird schließlich meist mit Erdöl hergestellt. Wächst die Herstellung so weiter wie bisher, wird sie laut Prognosen rund zehn bis 13 Prozent des verbleibenden Treibhausbudgets bis 2050 verbrauchen.

Ein neues Abkommen, das die Staaten auf UN-Ebene derzeit verhandeln, soll die Entwicklung aufhalten. Das nächste Mal treffen Sie sich von 29. Mai bis 2. Juni in Paris. Was dort genau besprochen wird und was die Plastikverschmutzung mit der Klimakrise zu tun hat, besprechen wir mit dem Politikberater Per-Olof Busch vom deutschen Thinktank Adelphi.

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Demograf: "Pensionsantritt sollte nicht an Alter gebunden sein"

Dass die Gesellschaft immer älter wird, betrifft die Mehrheit der Staaten weltweit. Nicht nur in Europa haben wir damit zu kämpfen, sondern auch in den USA, Japan und sogar Indien wird dieses Thema mittlerweile zum Problem.

Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird jeder vierte Mensch in Europa älter als 65 Jahre alt ein. Welche Folgen es hat, wenn die Gesellschaft zunehmend vergreist, und wie wir damit umgehen können, besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts "Edition Zukunft" mit Bernhard Binder-Hammer. Er ist Bevölkerungsökonom am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaft in Wien.

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Wie die Klimakrise die Trockenheit in Österreich verschärft

Laut dem Wasserexperte Roman Neunteufel von der Wiener Universität für Bodenkultur könnte der Klimawandel die Wasserknappheit verschärfen - vor allem in Ostösterreich. Obwohl die Niederschlagsmengen in Österreich in den kommenden Jahrzehnten stabil bleiben oder sogar leicht steigen könnten, treten sie zunehmend als Starkregen auf, was zu Überflutungen führen kann. Die Trinkwasserversorgung in Österreich ist zwar gut abgesichert - aber wir sollten uns zunehmend Gedanken über das "virtuelle Wasser" machen, das in unseren Konsumgütern steckt.

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"Das Einfamilienhaus ist ein flächenfressendes Monster"

Wie kann ein Haus die Temperatur das ganze Jahr über halten, wenn es keine Heizung und keine Klimaanlage gibt? Diese Frage hat sich auch Architekt Dietmar Eberle gestellt.
Seine Lösung beinhaltet massive Betondecken und Sensoren, die die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und den Sauerstoffgehalt rund um die Uhr in jedem Raum messen.
Mittlerweile steht sein Bürogebäude im Vorarlberger Lustenau seit zehn Jahren. Im Sommer wird es nicht wärmer als 26, im Winter nicht kühler als 22 Grad. Wie das genau funktioniert, inwiefern seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Heizkörper sind und wie wir in Zukunft bauen werden, besprechen wir mit Dietmar Eberle im Podcast Edition Zukunft.

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Brauchen wir Wirtschaftswachstum für das Klima?

Wenn das Klima auf der Erde noch halbwegs beherrschbar bleiben soll, müssen die Emissionen runter – darüber herrscht Einigkeit. Nicht so über den Weg dorthin: Die EU setzt etwa auf grünes Wachstum mit Ökogesetzen, E-Autos und erneuerbaren Energien. Für die sogenannte Degrowth-Bewegung funktioniert echter Klimaschutz hingegen nur ohne Wirtschaftswachstum. Wir haben beide Seiten zum Gespräch geladen: Den Degrowth-Aktivisten Max Hollweg und den Ökonomen Rupert Sausgruber.

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Neun Jahre bezahlte Auszeit für alle: Geht das?

Wir sollen Lebensläufe öfter "atmen lassen", sagt die deutschen Soziologin Karin Jurczyk. Sie fordert ein "Optionszeitenmodell", das Menschen ermöglichen soll, im Laufe ihres Berufslebens eine bezahlte Auszeit von bis zu neun Jahren zu nehmen. Diese Zeit kann für gesellschaftlich relevante Arbeit wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Weiterbildung oder Selbstfürsorge verwendet werden. Jurczyk ist überzeugt, dass dieses Modell zu einer besseren Work-Life-Balance und mehr Geschlechtergerechtigkeit führen kann. Im Podcast "Edition Zukunft" diskutieren wir mit ihr, wie das Optionszeitenmodell konkret funktionieren könnte, welche Herausforderungen es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit sich bringt und wie es die Arbeitswelt bis zum Jahr 2050 verändern könnte.

Wie Österreich längst Klima-Vorreiter sein könnte

Eigentlich könnte Österreich im Vergleich mit anderen Ländern beim ökologischen Fußabdruck viel besser abschneiden, kritisiert Helmut Haberl, Professor für sozial-ökologischen Stoffwechsel an der Universität für Bodenkultur Wien. Doch jahrzehntelange Versäumnisse hätten dazu geführt, dass Österreich enorm viel verbrauche. In diesem Jahr erreicht es als zwölftes Land seinen sogenannten "Earth Overshoot Day". Das ist jener Tag, an dem wir – rechnerisch – die Ressourcen der Welt erschöpft hätten, wenn alle Menschen so leben würden wie wir. Deutschland, zum Beispiel, kommt bis 4. Mai aus, China sogar bis 2. Juni.

Warum schneidet Österreich also so schlecht ab? Und wie können wir weniger Ressourcen verbrauchen? Darüber sprechen wir in dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen". So viel vorab: Es gibt mehrere große Hebel, vor allem aber geht es um Treibhausgasemissionen. "Wenn wir aktive Klimaschutzpolitik machen, dann würde der Earth Overshoot Day zurückgehen", so Haberl.

Wem gehört der Weltraum?

Man könnte sagen, der Weltraum gehört allen und niemandem. Das All ist frei von jeglicher staatlicher Jurisdiktion. Laut dem internationalen Weltraumvertrag von 1967 darf das All von niemandem besessen oder regiert werden und nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden.

Doch seit 1967 hat sich einiges verändert. Private Unternehmen wollen das Weltall zunehmend für sich nutzen. Sie schießen Satelliten in den Orbit oder wollen künftig Touristinnen und Touristen in den Weltraum befördern. Einige Länder und Unternehmen überlegen zudem, die wertvollen Ressourcen im All abzubauen. Weltraumschrott ist mittlerweile ein erhebliches Problem geworden. Außerdem wird der Weltraum mittlerweile für militärische Zwecke genutzt.

Dadurch ergeben sich neue Ansprüche auf den Weltraum, die auf internationaler Ebene noch nicht gesetzlich geregelt sind – nun aber immer mehr an Bedeutung gewinnen. Welche Gesetze gelten bisher im Weltraum, wer beschließt sie und wie regeln wir in Zukunft den Tourismus oder den Rohstoffabbau im Weltraum? Diese und viele anderen Fragen beantwortet Irmgard Marboe im STANDARD-Gespräch. Sie ist Juristin und Direktorin am National Point of Contact for Space Law Austria.

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Wann Klimaprotest wirklich wirksam ist

Ideen, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, gibt es genug – das offenbar wieder einmal der diese Woche erschienene Bericht der Weltklimarats IPCC. Doch selten handelt die Politik im Sinne des Weltklimas. Aktivistinnen und Aktivisten fordern Maßnahmen zum Klimaschutz deshalb ein – immer öfter auch mit drastischen Mitteln wie Straßenblockaden oder indem sie Farbe oder Suppe in Museen verschütten.

Doch wann kann Protest wirklich etwas bewegen? In dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen" sprechen wir darüber, wie effektiv unterschiedliche Protestformen sind, wie Bewegungen trotz unterschiedlicher Herangehensweisen geeint bleiben können und warum es Kipppunkte nicht nur im Weltklima, sondern auch in der Gesellschaft gibt.

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