Edition Zukunft

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Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Forschende widerlegen Gerüchte um EU-Naturschutzgesetz

Forschende widerlegen Gerüchte um EU-Naturschutzgesetz

Das EU-Parlament stimmte am Mittwoch in einer haarscharfen Abstimmung für das Renaturierungsgesetz. Damit will es die EU es schaffen, dass bis 2030 mindestens 20 Prozent ihrer Landes- und Meeresflächen in einen ökologisch besseren Zustand zu versetzen. Die Frage, wie das allerdings genau gelingen soll, polarisiert.

Auch Wissenschafterinnen und Wissenschafter mischten sich ein. "Wir hatten den Eindruck, dass fachliche Argumente in der Diskussion um das Restoration Law immer mehr in Hintergrund getreten waren", sagt der Ökologe Josef Settele. Er ist Leiter der Naturschutzforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und einer der führenden Autoren beim Weltbiodiversitätsrat als auch beim Weltklimarat.

Zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen verfasste er einen offenen Brief zu den am weitesten verbreiteten Mythen. Mittlerweile haben über 6000 Forschende unterschrieben.

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Eine Autorin fordert das Ende der Ehe

Ein Haus, eine Ehe, Kinder: Das gehört für die allermeisten zu einem gelungenen Leben dazu. So war es auch bei Emilia Roig: "Ich war besonders geprägt von diesem Bild", erinnert sich die französisch-deute Politikwissenschafterin. Unbewusst, "wie ein Streberkind", habe sie der Norm gerecht werden wollen. "Ich wollte auch das 'gute' Leben führen." Roig heiratete, brachte ein Kind zur Welt, um irgendwann zu merken: "So schön ist es gar nicht." Sie habe sich in der Rolle als Ehefrau, Mutter und Haushaltsmanagerin gefangen und ausgebeutet gefühlt.

Mittlerweile ist Roig wieder geschieden und hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Ehe für obsolet erklärt. Das Ende der Ehe. Für eine Revolution der Liebe ist kürzlich im Ullstein Verlag erschienen. Das Bündnis sei nicht nur ein großer Mythos, sondern auch eine Stütze des Patriarchats, schreibt Roig darin. "Wir sollten uns als Gesellschaft davon loslösen", plädiert die Autorin. In dieser Podcastfolge von "Edition Zukunft" erklärt sie, was nach der Ehe kommt.

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Aus für Greenwashing in Bilanzen: Was die neuen EU-Regeln bringen

Bisher war schwer nachvollziehbar, ob Unternehmen ihre Versprechen zur Senkung von Emissionen einhalten – und wie viel davon leere Floskeln bleiben. Das soll sich jetzt ändern.

Die 2000 größten Unternehmen in Österreich ab 2025 als Teil ihrer Geschäftsberichte klar kommunizieren, wie viel CO2 sie ausstoßen, wie sie ihre gesteckten Klimaziele erreichen wollen und ob sie der Umwelt schaden. Das verlangt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), oder auf Deutsch Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Die Liste der Indikatoren, zu denen sie Transparenz verlangt, ist lange.

Entsprechend groß sind die Hürden zur Berichterstattung, vor denen die Unternehmen stehen, erklärt Katharina Schönauer. Sie ist Beraterin bei KPMG Österreich und bald Partnerin für den ESG-Bereich. Auf die Anforderungen vorbereitet seien bisher nur wenige.

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Wie wir in Zukunft günstig und nachhaltig wohnen

Nicht nur Lebensmittel und Energie werden teurer - auch das Wohnen wird für immer mehr Menschen zur finanziellen Belastung. Egal ob Kauf oder Miete, die Preise kennen vor allem eine Richtung: nach oben. Auch in Wien, das vielen anderen europäischen Städten lange als Vorbild für sozial verträgliches Wohnen galt, steigen die Preise. Wie lange geht das noch gut? Und wie kann Wohnen in einer nachhaltigeren Zukunft funktionieren?

Darüber wurde vergangene Woche beim STANDARD-Zukunftsgespräch im "Theater in Park" in Wien diskutiert, die bearbeitete Aufnahme hören Sie im Podcast Edition Zukunft. Zu Gast: Wohnsoziologin Christine Hannemann, Stadtforscher Justin Kadi, Architektur- und Designtheoretiker Friedrich von Borries und Kai Nemiete, Mitglied der Aktionsgruppe Zwangsräumung verhindern.

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Was bleibt vom Klimarat?

An sechs Wochenenden haben sich 84 zufällig ausgewählte Menschen aus ganz Österreich vergangenes Jahr getroffen, um über Klimaschutz zu debattieren. Am Ende des monatelangen Prozesses standen 93 Empfehlungen an die Politik - etwa ein Vernichtungsverbot für Neuwaren und Lebensmittel oder eine CO2-Bepreisung für Baustoffe. Ein Jahr danach haben es bisher kaum Punkte auf die politische Agenda geschafft.

Edith Siebenstern hat sich, bevor sie in den Klimarat gelost wurde, nur wenig mit dem Klimawandel beschäftigt. Heute leitet sie den Klimarat-Verein, in dem sich rund die Hälfte der Teilnehmenden des Klimarats nach dem offiziellen Ende organisiert haben. Im Podcast erzählt Siebenstern, wie sie weiterhin für die Forderungen des Klimarats kämpft und wie die Teilnahme ihr persönliches Leben verändert hat.

Ebenfalls zu Gast ist Patrick Scherhaufer von der Universität für Bodenkultur Wien, der den Klimarat wissenschaftlich begleitet hat. Er spricht darüber, was gut und was weniger gut funktioniert hat, was Bürgerräte überhaupt erreichen können und für welche Themen sie infrage kommen.

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Gehaltsverhandlung ade – wie Unternehmen die Bezahlung künftig regeln könnten

Anna Yona ist die Gründerin der deutschen Marke Wildling Shoes. Sie hält gemeinsam mit ihrem Mann 90 Prozent an der Marke und zählt trotzdem nicht zu den Topverdienerinnen in der Firma. Das liegt vor allem daran, dass sie einen anderen als den herkömmlichen Umgang mit Profit und Gehältern pflegt.

Gehälter sind in der Firma gedeckelt und müssen nicht verhandelt werden. Stattdessen ordnet ein transparentes Baukastenprinzip je nach Kompetenz das entsprechende Gehaltsniveau zu. Wie das in der Praxis funktioniert, warum das aktuelle Wirtschaftssystem laut der Unternehmerin "krankt" und inwiefern Firmen in Zukunft generell mehr Verantwortung übernehmen müssen, darüber sprechen wir in dieser Podcast-Folge von "Edition Zukunft".

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Warum jeden Winter Honigbienenvölker sterben

Durchschnittlich überleben 15 Prozent der Honigbienenvölker in Österreich den Winter nicht. Das weiß der Biologe Robert Brodschneider ganz genau. Er erforscht an der Universität Graz die Physiologie und das Verhalten der Honigbiene. Zudem ruft er Imkerinnen und Imker jedes Jahr dazu auf, ihre sogenannten Winterverluste einzutragen.

In dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen" sprechen wir mit ihm über die möglichen Gründe für diese Winterverluste. Außerdem fragen wir, wie es den Honigbienen in Österreich generell geht und inwiefern sie vom Klimawandel betroffen sind.

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Wie Grundeigentum anders verteilt werden kann

Viele Österreicherinnen und Österreicher arbeiten nach wie vor darauf hin, ein Stück Land zu besitzen. Das eigene Haus gehört für viele zu einem erfüllten Leben. Doch Wohnen und Bauen ist auch ohne Grundbesitz möglich. Das zeigen zahlreiche Initiativen. In Berlin beispielsweise könnte ein aktueller Volksentscheid dazu führen, dass rund 200.000 Wohnungen großer Wohnungskonzerne vergesellschaftet werden. Und in der Schweizer Stadt Basel werden Areale seit 2016 überhaupt nur noch in Ausnahmefällen verkauft. Stattdessen wird ein Baurecht für meist 99 Jahre vergeben.

Was wäre, wenn Grundbesitz nicht als selbstverständlich angesehen würde, es kein kapitalistisches Eigentum an Grund und Boden gebe? Das besprechen wir in dieser Folge Edition Zukunft mit dem deutschen Philosoph Niklas Angebauer. Er stellt sich diese Frage in seiner Forschung an der Universität Oldenburg.

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Was das neue UN-Plastikabkommen bringen könnte

Jedes Jahr landen rund 14 Millionen Tonnen Kunststoff im Meer. Aber auch an Land und sogar in der Luft wird die Plastikverschmutzung zum immer größeren Problem. Gleichzeitig trägt die Produktion zur Erderhitzung bei – Kunststoff wird schließlich meist mit Erdöl hergestellt. Wächst die Herstellung so weiter wie bisher, wird sie laut Prognosen rund zehn bis 13 Prozent des verbleibenden Treibhausbudgets bis 2050 verbrauchen.

Ein neues Abkommen, das die Staaten auf UN-Ebene derzeit verhandeln, soll die Entwicklung aufhalten. Das nächste Mal treffen Sie sich von 29. Mai bis 2. Juni in Paris. Was dort genau besprochen wird und was die Plastikverschmutzung mit der Klimakrise zu tun hat, besprechen wir mit dem Politikberater Per-Olof Busch vom deutschen Thinktank Adelphi.

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Demograf: "Pensionsantritt sollte nicht an Alter gebunden sein"

Dass die Gesellschaft immer älter wird, betrifft die Mehrheit der Staaten weltweit. Nicht nur in Europa haben wir damit zu kämpfen, sondern auch in den USA, Japan und sogar Indien wird dieses Thema mittlerweile zum Problem.

Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird jeder vierte Mensch in Europa älter als 65 Jahre alt ein. Welche Folgen es hat, wenn die Gesellschaft zunehmend vergreist, und wie wir damit umgehen können, besprechen wir in dieser Folge unseres Podcasts "Edition Zukunft" mit Bernhard Binder-Hammer. Er ist Bevölkerungsökonom am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaft in Wien.

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