Edition Zukunft

Edition Zukunft

Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Wie die U30-Abgeordneten die EU verändern wollen

Wie die U30-Abgeordneten die EU verändern wollen

705 Abgeordnete sitzen im EU-Parlament – gerade einmal zehn von ihnen sind jünger als 30 Jahre, eine drastische Unterrepräsentation der Altersgruppe, die rund ein Drittel der EU-Bevölkerung ausmacht. Was treibt die jungen Politikerinnen und Politiker an? Wie wollen sie ihren Kontinent reformieren? Und welche Themen stehen bei der Jugend, die sie vertreten, hoch im Kurs?

Fabian Sommavilla hat einige Mitglieder des U30-Klubs im EU-Parlament getroffen und mit ihnen über die Zukunft Europas gesprochen. Was sie zu sagen haben, hören Sie im Podcast Edition Zukunft.

Wie uns Technologie zu mehr Bewegung motivieren kann

So mancher, der sich für das noch junge Jahr wieder einmal vorgenommen hat, mehr Sport zu treiben, wurde inzwischen vielleicht schon vom inneren Schweinehund überlistet. Doch ist es wirklich nur pure Faulheit, oder ist Fußball, Laufen und Tennis in einer Zeit, in der Unterhaltung immer auf Knopfdruck verfügbar ist, vielleicht einfach zu langweilig geworden?

Markos Aristides Kern, Start-up-Gründer und Autor des Buches "Quantensprung – Die Zukunft des Sports", glaubt, dass Technologie in Zukunft immer mehr mit körperlicher Bewegung verschmelzen wird. "Pokemon Go", Peleton-Ergometer mit Bildschirm sowie E-Sports-Meisterschaften, die auch körperlich herausfordernd sind, waren dabei erst der Anfang, sagt Kern.Während Sport immer mehr "gamifiziert" wird, werden andere Tätigkeiten "sportifiziert", wodurch sie für uns interessanter werden. Diese neue Motivation soll uns in ein "sportliches Utopia" führen, so Kerns Vision.

Mehr teilen, weniger Platz: Wie das Wohnen der Zukunft aussehen kann

Steigende Mieten, Wohnknappheit und Flächenverbrauch: Während das Wohnen in Städten für einige Menschen immer schwerer leistbar wird, investieren die, die genug finanzielle Mittel haben, bereits in neu errichtete Luxus-Apartments. Auch die Nachfrage nach Grundstücken in den wachsenden Speckgürteln scheint ungebrochen, der Traum vom Einfamilienhaus am Stadtrand nach wie vor groß. Das führt jedoch dazu, dass mehr Boden versiegelt wird und die CO2-Emissionen steigen, warnen Umweltschützer.

Christine Hannemann, Wohnsoziologin an der Universität Stuttgart, hält von dieser Entwicklung wenig. "Aus sozialen und ökologischen Aspekten ist das Eigenheim ein auslaufendes Wohnideal", sagt Hannemann im Podcast-Gespräch. Für viele Menschen sei es zunehmend schwierig, sich überhaupt ein Eigenheim leisten zu können. Gleichzeitig würden vor allem junge Menschen das Eigenheim zunehmend ablehnen, da viele sich ihre Optionen eher offenhalten und sich nicht auf einen Wohnort festlegen wollen.

Stattdessen brauche es künftig eine Baupolitik, die am Gemeinwohlgedanken ausgerichtet ist. Um künftig weniger Fläche zu verbauen und besser mit dem demographischen Wandel umgehen zu können, plädiert Hannemann für neue Wohnkonzepte wie Genossenschaftsprojekte, Mehrgenerationenhäuser, platzsparendere Wohnungen und geteilte Apartments. Außerdem spricht sie darüber, wie diese Wohnkonzepte auch am Land funktionieren können.

Wann besiedeln wir den Mars und wer könnte dort regieren?

Mehr als ein halbes Jahrhundert nachdem Menschen erstmals einen anderen Himmelskörper betraten, rückt zusehends ein weiterer Kandidat ins Visier: der Mars. Und das obwohl er nach wie vor ein äußerst unwirtlicher Aufenthaltsort ist. "Kalt, staubig und karg", fasst es STANDARD-Wissenschaftsredakteur David Rennert zusammen. Das Interessanteste am Mars aus wissenschaftlicher Sicht sei aktuell jedenfalls, dass es am Mars einmal sehr gute Bedingungen und ein Zeitfenster für Leben gab, sagt Rennert: "Der Mars war der Erde vor rund 3,5 Milliarden einmal sehr ähnlich". Dennoch sucht man mit den heutigen und künftigen Marsmissionen freilich nicht nur nach ehemaligem Leben, sondern auch danach ob eventuell gar etwas überlebt haben könnte – was unwahrscheinlich ist, aber natürlich nicht ausgeschlossen werden kann. Weltraummissionen seien aber auch deshalb so wahnsinnig wichtig für die Menschheit, weil gelernt werden muss mit Extremsitutationen umzugehen – und diese dann immer wieder für Problemlösungen auf der Erde genützt werden können, so Rennert.

Der erste Astronautenflug zum Mars – welcher nicht zwingend eine Landung am roten Planeten beinhalten wird – sei aktuell in etwa für 2035 geplant. Vor allem die Strahlenbelastung während des rund achtmonatigen Fluges stellt die Forschenden aber noch vor Herausforderungen – vor allem auch weil die kosmische Strahlung mit unseren aktuellen Möglichkeiten nicht gänzlich aus einem Raumschiff draußen gehalten werden kann. Einmal am Mars angekommen, tun sich neben allerlei technische Fragen wie jene nach dem Treibstoff zum Zurückfliegen auch zwangsläufig schwierige ethische Fragen auf. Können, sollen und dürfen wir die dortigen Ressourcen – etwa das gefrorene Eis an den Polen – für unsere Zwecke nutzen?

Eines ist jedenfalls klar: "Die Private-Public-Partnerships, die in den vergangenen Jahren an Fahrt aufgenommen haben, haben der Mars-Industrie noch einmal sehr viel Rückenwind verliehen", sagt Edition-Zukunft-Redakteur Fabian Sommavilla. Er rechnet damit, dass die ersten menschlichen Schritte am Mars entweder von einer Person aus den USA oder China stammen, eben jenen beiden Staaten, die sich zuletzt immer wieder hervortaten, wenn es darum ging die Möglichkeiten privater Firmen im All auszuweiten.

Entgegen anderslautenden Einschätzungen der Firmen selbst, sind diese im All freilich schon an gewisse Regeln gebunden. Je nachdem unter welcher Lizenz ein Unternehmen auf der Erde gemeldet ist, würden etwaige Rechtsbrüche oder gar grobe Beschädigungen auf anderen Himmelskörpern letztlich auch auf den Staat auf der Erde zurückfallen. Warum man sich besser trotzdem nicht auf den Erwerb von Marsgrundstücken einlassen sollte, warum die von Elon Musk hyperventilierten Ticketpreise für Marsreisende utopisch sind, wie eine etwaige Regierungsform auf dem Mars aussehen könnte und warum die teure Raumfahrt einen unglaublichen Nutzen für die Menschheit abwirft, besprechen wir im aktuellen Podcast Edition Zukunft.

Warum wir uns Sorgen über unsere Spuren im Netz machen sollten

Langfristig führt der Überwachungskapitalismus zu mehr Ungleichheit zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen, etwa wenn Internetkonzerne zu übermächtig werden. Er führt aber auch zu mehr Falschnachrichten und Hassrede auf sozialen Medien. Die Konzerne hinter den Plattformen würden sich für die Inhalte meist nicht verantwortlich fühlen.

Politikwissenschafterin Gerda Falkner fordert unter anderem, das Datensammeln im Netz prinzipiell zu verbieten, Rechte auf Daten als wichtiges Gut für die Demokratie zu betrachten und ein neues Grundrecht auf Privatsphäre einzuführen. Im Podcast erklärt sie außerdem, wie das funktionieren soll, wie gefährdet die EU in der digitalen Welt ist und was jeder persönlich für den Datenschutz tun kann.

Warum mehr Tierwohl die nächste Pandemie verhindern könnte

Woher das Coronavirus genau kommt, ist bisher noch nicht bekannt. Als wahrscheinlich gilt aber, dass das Virus von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist. Auch viele andere Infektionskrankheiten, die teilweise schon zu Epidemien führten, werden durch solche sogenannten Zoonosen ausgelöst. Doch lassen sie sich in Zukunft verhindern? Und wenn ja, wie?

Dazu ist Eva Rosenberg, Direktorin der Tierschutzorganisation Vier Pfoten, zu Gast im Podcast. Für sie war es nur eine Frage der Zeit, bis die nächste große Pandemiewelle auf uns zurollt. Insbesondere Massentierhaltung und die Zerstörung der Lebensräume von Wildtieren seien dafür verantwortlich, dass sich Seuchen global ausbreiten können. "Das einzige Gute" daran ist für Rosenberg, dass man weiß was Zoonosen auslöst und wie man sie verhindert. Der Weg werde allerdings kein leichter. "Wir brauchen eine dramatische Veränderung, wie Menschen mit Tieren und der Umwelt umgehen", sagt Rosenberg. Wie was gelingen soll erklärt sie im Podcast.

Feilschen um jede Tonne: Wie man über das Klima verhandelt

Wer schon einmal versucht hat, einen Termin für mehr als zehn Leute zu finden, weiß, wie schwer es ist, alle zufriedenzustellen. Fast schon unvorstellbar, wenn nicht zehn, sondern 192 Parteien beteiligt sind – und man statt der Party über das Weltklima verhandelt. Doodle hilft da jedenfalls nicht mehr weiter.

Wenn in Österreich jemand Klimakonferenzen versteht, dann ist es Helmut Hojesky. Er war bei sämtlichen UN-Klimagipfeln dabei, seit Mitte der 1990er-Jahre ist er Chefverhandler für Österreich. Im Podcast erzählt er, was in den Untergruppen und Unter-Untergruppen diskutiert wird, warum kleine Wörter große Unterschiede machen und warum die Klimakonferenzen trotz gestiegener Emissionen nicht vergebens waren.

Wie sich Schönheitsideale verändern

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es oft. Doch ganz so stimmt das nicht. Denn was und wer als schön gilt, hängt mit vielen gesellschaftlichen Entwicklungen zusammen, die über den Blick des Einzelnen hinausgehen. Manche Wissenschafterinnen und Wissenschafter versuchen gar, Schönheit objektiv zu messen. Einige Apps, Produkte und neue Technologien wiederum versprechen, zu dem angeblich universellen Schönheitsstandard zu führen. Was bedeutet Schönheit heute noch? Und welche Rolle spielen Schönheitsoperationen und soziale Bewegungen für das Schönheitsideal der Zukunft?

Dazu ist die Soziologin und Genderforscherin Paula-Irene Villa Braslavsky von der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu Gast im Podcast Edition Zukunft. "Es gibt schon immer eine Moralisierung von Schönheit, die vorgibt, was in einer Gesellschaft als erstrebenswert und gut gilt", sagt Villa. Beispielsweise habe sich durch den Kolonialismus eine Vorstellung von hell als gut und blond als schön durchgesetzt, während dunkel seither häufiger mit gefährlich und schmutzig verbunden wird.

"Schönheit hat sowohl mit Freiheit und Kreativität, als auch mit der Unterwerfung unter bestimmte Normen zu tun", sagt Villa. Die Möglichkeiten, sich selbst zu gestalten, sind in den vergangenen Jahren immer zugänglicher geworden. Dazu gehöre auch die Schönheitschirurgie, die durchaus in vielen Fällen eine Freiheit darstelle. Allerdings folge auch diese bestimmten Standards und Normen, die zu einem Zwang werden können.

Zudem spricht Soziologin Villa im Podcast darüber, welche Wirkung soziale Bewegungen wie Body-Positivity haben, die sich für eine stärkere Akzeptanz unterschiedlicher Körper einsetzt, was die Corona-Pandemie an unserer Vorstellung von Schönheit verändert hat und warum wir beim Thema Schönheit auch über Männlichkeit sprechen müssen.

Wie werden wir die Korruption los?

Österreich wird derzeit von einer Korruptionsaffäre erschüttert – schon wieder. "So sind wir nicht", sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen, nachdem das Ibiza-Video 2019 ans Tageslicht gekommen war. Aber sind wir wirklich nicht so? Und was könnten wir unternehmen, um Korruption – in Österreich und weltweit – einzudämmen?

Dazu ist der Korruptionsexperte Martin Kreutner zu Gast im Podcast Edition Zukunft. Er war Generalsekretär der Internationalen Antikorruptionsakademie in Wien, leitet das Bundesamt für Interne Angelegenheiten und ist Mitinitiator des Antikorruptions-Volksbegehrens.

"Korruption steht sicher nicht in der DNA der Österreicherinnen und Österreicher", gibt Kreutner Van der Bellen recht. Was die Kleinkorruption angeht, habe sich hierzulande in den letzten Jahrzehnten sehr viel zum Positiven verändert. Früher sei es durchaus üblich gewesen, bei der Beantragung eines Reisepasses oder einer Gewerbeberechtigung eine Schillingnote dazuzulegen. Auf diese Idee würde heute niemand mehr kommen – und das sei auch gut so, sagt Kreutner. Schließlich freut sich jeder über faire Behandlung.

Nur wo maßgebliche Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Medien zusammenkommen und sich Dinge "in fast schon kuscheliger Klüngelei ausschnapsen", scheint Österreich noch ein Problem zu haben, sagt Kreutner. Die Ibiza-Affäre habe das aufgezeigt, die öffentliche Wahrnehmung sich aber vor allem auf zwei Politiker beschränkt. Dabei habe sich nun herausgestellt, "dass die beiden Herren dort offenbar von Dingen gesprochen haben, die sie von anderen aus dem politischen Alltag kennen", sagt der Korruptionsexperte.

Was also tun, um Korruption einzudämmen? Die Forschung ist sich einig, dass die Bekämpfung auf vier Säulen fußt: Prävention, Bildung, Sanktionen und internationale Kooperation. Aus anderen Staaten könne man sich durchaus einiges abschauen, "das eine Land, das man als Blaupause nehmen kann", gibt es laut Kreutner allerdings nicht. Die nordischen Länder, Singapur oder Neuseeland stünden aber sehr gut da. "Dort werden Sie es sehr schwer haben, jemanden zur Korruption zu bewegen", sagt Kreutner. Die perfekte Welt werde es zwar nie geben. Die Akzeptanz für Korruption sinkt jedoch. Ge¬rade jetzt öffne sich deshalb ein "Window of Opportunity", im Rahmen dessen man mit einigen wenigen Veränderungen viel erreichen könne.

Warum Killerroboter verboten werden sollten, ehe sie eingesetzt werden

Es gibt eine Gruppe von Menschen, die versucht uns vor Killerrobotern zu schützen. Ihr Problem? Fehlende Aufmerksamkeit und oftmals ein fehlendes Bewusstsein für die Tragweite des Problems. Menschen lassen sich tendenziell nämlich leichter für eine Sache gewinnen, die aktuell schon ein greifbares Problem darstellt, als für solche, die sich noch zu veritablen Problemen entwickeln werden. Deshalb wurde es zu lange verabsäumt der Klimakrise entschieden entgegenzutreten oder Soziale Medien rechtzeitig zu regulieren. Freilich ist es aber auch schwieriger Dinge einmal zu reglementieren, wenn diese schon im Einsatz sind. Ein gutes Beispiel sind Atomwaffen. Spätestens seit der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki weiß die Menschheit um ihre extreme Gefahr. Einmal im Einsatz lassen sie sich Staaten aber auch nur mehr sehr schwer wegnehmen, wie die in vielen Punkten vergleichbare Kampagne für ein Verbot von Atomwaffen immer wieder schmerzhaft lernen muss.

Ein möglicher Ausweg aus diesem scheinbaren Dilemma ist die Ächtung. Die Ächtung einer ganzen Waffengattung nämlich. Und im Grunde ist es das, was die Kampagne für ein Verbot von Killerrobotern erreichen möchte. Die autonom agierenden Waffensysteme – die mit dem vereinfachenden Terminus Killerroboter beschrieben werden – seien nämlich gar kein Problem künftiger Generationen mehr, sondern ein reales und riesiges Problem der Gegenwart. Davor warnt Marit Seyer, die Obfrau der Österreichischen Kampagne für ein Killerroboter-Verbot, im Edition-Zukunft-Podcast. Wir müssen sie verbieten, bevor sie vielfach Unschuldige töten, so der Auftrag. Und sie müssten sozial geächtet werden.

Am Weg zur vollen Autonomie
Sieht man sich die zahlreichen internationalen Beispiele bestehender und bereits in Einsatz befindlicher halbautonomer Waffensysteme an, so lässt sich dieser Eindruck tatsächlich bestätigen. Die Technik wäre wohl bereits ausgereift, um Drohnen oder andere Waffen ganz autonom handeln und töten zu lassen. Vermutlich ist die Präzision aber noch nicht ausgereift genug, sodass man einen enormen Backlash im Falle eines Unfalls zu befürchten hätte. Noch zieren sich die Staaten also, Killerroboter einzusetzen, was noch ein kurzes Zeitfenster für eine etwaige Regulierung oder ein Verbot eröffnet. Dieses zu nützen, dazu will die globale Kampagne aus fast 200 Organisationen ihre jeweiligen Regierungschefs drängen.

Seyer fasst die Kernbotschaft der Kampagne so zusammen: "Es geht darum, wer die Entscheidung trifft, ob ein Leben genommen wird. Das ist entweder der Mensch, der Mitgefühl hat und versteht welchen Wert menschliches Leben hat, oder es ist die Maschine, die von einem Algorithmus programmiert wurde und davon überhaupt keine Ahnung hat." Es ist der immer wieder angesprochene "human in the loop", der nach Ansicht der Aktivistinnen und Aktivisten eben keinesfalls aus der Tötungsschleife genommen werden dürfe. Ohne das dem Menschen inhärente schlechte Gewissen beim Töten, würde die Zahl solcher Angriffe drastisch steigen, glaubt auch Thomas Hajnoczi, ehemals Österreichs Botschafter bei der Uno in Genf und später Leiter des Referats für Abrüstungsfragen im Österreichischen Außenministerium.

Dass gewisse Grade an Autonomie und KI bei Waffen heutzutage nun einmal dazugehören, wollen weder Seyer noch Hajnoczi bestreiten, es gehe aber um die berühmte rote Linie. Der Mensch bilde diese. Und das Argument von Befürwortern autonomer Waffen, wonach sie keine Fehler machen würden, wie das bei Menschen immer wieder der Fall ist, und dass dadurch menschliches Leid verhindert werden könnte, will Seyer nicht gelten lassen. Das genaue Gegenteil sei der Fall, die Fehleranfälligkeit zu hoch, die Gefahr dass Kinder mit Spritzpistolen oder jeder mit einem Turban angegriffen werde, oder auch dass es zu schlichten Verwechslungen sich ähnlich sehender Menschen komme, schlicht und ergreifend zu hoch, so die Obfrau.