Edition Zukunft

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Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Ingwer, Reis, Feigen: Was bald auf Österreichs Felder wächst

Ingwer, Reis, Feigen: Was bald auf Österreichs Felder wächst

Gute Nachrichten für all jene, die gerne Ingwer, Feigen, Granatäpfel und andere exotische Lebensmittel verzehren! Wer bisher ein schlechtes Gewissen wegen der langen ressourcenintensiven Lieferketten hatte, kann im Supermarktregal zukünftig einfach zu Oliven, Kaki und Kurkuma aus Österreich greifen.

Mildere Winter, längere Trockenperioden und heißere Sommer aufgrund des Klimawandels ermöglichen Landwirten, Kulturen abseits von Weizen, Äpfeln und Kartoffeln anzupflanzen.

Vor welchen Herausforderungen Bauern aufgrund der neuen Kulturen stehen, darüber spricht Andreas Spornberger vom Institut für Wein- und Obstbau der Wiener Universität für Bodenkultur im aktuellen Klimafragen-Podcast.

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Replay: Wie sich Schönheitsideale verändern

Diese Episode ist eine Widerholung vom 29. Oktober 2021.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es oft. Doch ganz so stimmt das nicht. Denn was und wer als schön gilt, hängt mit vielen gesellschaftlichen Entwicklungen zusammen, die über den Blick des Einzelnen hinausgehen. Manche Wissenschafterinnen und Wissenschafter versuchen gar, Schönheit objektiv zu messen. Einige Apps, Produkte und neue Technologien wiederum versprechen, zu dem angeblich universellen Schönheitsstandard zu führen. Was bedeutet Schönheit heute noch? Und welche Rolle spielen Schönheitsoperationen und soziale Bewegungen für das Schönheitsideal der Zukunft?

Dazu ist die Soziologin und Genderforscherin Paula-Irene Villa Braslavsky von der Ludwig-Maximilians-Universität in München zu Gast im Podcast Edition Zukunft. "Es gibt schon immer eine Moralisierung von Schönheit, die vorgibt, was in einer Gesellschaft als erstrebenswert und gut gilt", sagt Villa. Beispielsweise habe sich durch den Kolonialismus eine Vorstellung von hell als gut und blond als schön durchgesetzt, während dunkel seither häufiger mit gefährlich und schmutzig verbunden wird.

"Schönheit hat sowohl mit Freiheit und Kreativität, als auch mit der Unterwerfung unter bestimmte Normen zu tun", sagt Villa. Die Möglichkeiten, sich selbst zu gestalten, sind in den vergangenen Jahren immer zugänglicher geworden. Dazu gehöre auch die Schönheitschirurgie, die durchaus in vielen Fällen eine Freiheit darstelle. Allerdings folge auch diese bestimmten Standards und Normen, die zu einem Zwang werden können.

Zudem spricht Soziologin Villa im Podcast darüber, welche Wirkung soziale Bewegungen wie Body-Positivity haben, die sich für eine stärkere Akzeptanz unterschiedlicher Körper einsetzt, was die Corona-Pandemie an unserer Vorstellung von Schönheit verändert hat und warum wir beim Thema Schönheit auch über Männlichkeit sprechen müssen.

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Plötzlich Politiker: Was bringen Bürgerräte?

Der österreichische Klimarat ist vorüber. An sechs Wochenenden diskutierten 88 zufällig ausgewählte Menschen aus allen Teilen Österreichs und allen Altersgruppen über Klimapolitik.

STANDARD-Redakteurin Nora Laufer hat den Klimarat über Monate beobachtet und begleitet. Im Podcast spricht sie darüber, was Bürgerräte können und was nicht, was der Klimarat konkret vorschlägt und was nun mit den Vorschlägen passiert.

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KI, Drohnen, Überwachung: Wie weit China uns voraus ist

China ist inzwischen weit mehr als die "Werkbank der Welt": Viele neue Technologien und Ideen zur digitalen Zukunft stammen etwa aus der südchinesischen Metropole Shenzhen, dem "Silicon Valley Chinas".

Der Autor und Journalist Frank Sieren lebt seit Jahrzehnten in China. Im Podcast erzählt er, wie chinesische Innovationen schon heute unser Leben beeinflussen und warum der Westen aufpassen muss, nicht den Anschluss zu verlieren.

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Kann es Bio für alle geben?

Gesünder, esser für den Boden, Tiere und Klima – von Bio-Lebensmitteln wird viel verlangt. Zu viel, sagt Urs Niggli, einer der wissenschaftlichen Vordenker des Bio-Landbaus. Im Podcast spricht er darüber, warum Bio die Welt nicht ernähren kann – und warum die konventionelle Landwirtschaft trotzdem viel von ihr lernen kann.

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Außerirdisches Leben: Sind wir alleine im Universum?

Sind wir allein im Universum? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Astrobiologin Ruth-Sophie Taubner vom Grazer Institut für Weltraumforschung. Dabei versucht sie Rückschlüsse von der Erde auf das Leben im All zu ziehen – und untersucht Orte, wo es unwirtlich kalt, heiß, salzig oder sauer ist.

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Wo hakt es in Österreichs Klimapolitik?

Österreich gibt sich gerne als Klima-Musterland: Strom wird hierzulande hauptsächlich mit Wasserkraft produziert, Kohlekraftwerke sind seit zwei Jahren abgeschaltet. Dennoch hat Österreich seinen Treibhausgasausstoß seit 1990 kaum reduziert, während andere EU-Länder durchaus Verbesserungen vorweisen können.

2020 wurde daher das Klimavolksbegehren initiiert. Rund 380.000 Menschen haben es damals unterschrieben – obwohl die Unterstützungsphase direkt in die erst Corona-Welle fiel. Zwei Jahre danach zieht Initiatorin Katharina Rogenhofer im "Klimafragen"-Podcast Bilanz. Sie fällt eher verhalten aus: Bisher fehlt weiterhin ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Reduktionszielen, die geplante CO2-Bepreisung habe wohl wenig Lenkungswirkung und auch klimaschädliche Subventionen in Milliardenhöhe existieren noch.

Einzig die Forderung nach mehr Mitbestimmung in der Klimapolitik wurde vollständig umgesetzt – und zwar mit dem Klimarat, der seit Beginn des Jahres erarbeiten rund 100 Bürgerinnen und Bürger klimapolitische Vorschläge.

Im Podcast spricht Rogenhofer außerdem wie man zu Kostenwahrheit kommt und trotzdem den sozialen Ausgleich schafft – und warum ausgerechnet in Österreich so zögerliche Klimapolitik betrieben wird.

Gibt es bald ein Heilmittel gegen Alzheimer?

Rund 150.000 Menschen leiden in Österreich Schätzungen zufolge an einer Form von Demenz, die Mehrheit von ihnen an Alzheimer. Durch die zunehmende Alterung in der Bevölkerung könnte sich diese Zahl bis 2050 verdoppeln. "Es gibt aber auch viele junge Menschen, die zu uns in die Klinik kommen", sagt Elisabeth Stögmann, Neurologin an der Med-Uni Wien, im Podcast-Gespräch. Nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige könne die Erkrankung eine große Belastung darstellen. Manche seien aber auch erleichtert, wenn sie nach einer Untersuchung endlich die Gewissheit haben, dass es sich bei den beobachteten Problemen des Angehörigen um Demenz handle, sagt Stögmann.

Künftig könnten nicht nur neue Medikamente, sondern auch eine bessere Früherkennung dabei helfen, Demenzerkrankungen noch mehr zu verlangsamen beziehungsweise diesen vorzubeugen. Rund 40 Prozent der Demenzerkrankungen wären aber auch verhinderbar, wenn man den Lebensstil verändert, sagt Stögmann. Dazu gehört etwa kognitive Aktivität und ausreichend Sport. Im Podcast spricht Stögmann zudem darüber, welche Rolle künstliche Intelligenz in Zukunft bei der Diagnose von Alzheimer spielen könnte und welche neuen Substanzen bei der Behandlung infrage kommen könnten.

Ohne Auto leben: Wie soll das gehen?

Jeder Mensch sollte das Recht haben, ein Leben ohne eigenes Auto führen zu können, sagt die Mobilitätsexpertin Katja Diehl. Kürzlich hat sie ihr Buch „Autokorrektur“ veröffentlicht. In der aktuellen Episode des Podcasts „Edition Zukunft Klimafragen“ erklärt sie, wie ein Leben ohne Auto gelingen könnte – und welche politischen Weichenstellungen es bräuchte.

Wie Österreichs Jugendliche in die Zukunft blicken

Fünf Jahre lang hat Veronika Wöhrer Jugendliche an einer Mittelschule in Wien begleitet, hat in unterschiedlichen sogenannten Befragungswellen mit ihnen über ihre Zukunftsvorstellungen, Werte, Sorgen und Wünschen gesprochen. Zwischen 13 und 16 Jahren waren sie, als die Soziologin und Bildungswissenschafterin der Universität Wien das erste Mal mit ihnen sprach, 17 bis 21 Jahre alt sind sie heute.

"Viele Jugendliche haben mir von abwertenden und teils rassistischen Kommentaren von Lehrpersonen erzählt", sagt Wöhrer. Auch der Klimawandel sei oft ein Thema in den Gesprächen mit den Jugendlichen gewesen. Viele würden sich große Sorgen machen, sich gleichzeitig jedoch machtlos fühlen, etwas gegen diese Entwicklungen zu unternehmen. "Viele junge Menschen spüren: Das ist etwas, das uns massiv betrifft, aber wir haben kaum Chance, hier gehört zu werden", sagt Wöhrer.

Im Podcast spricht Wöhrer außerdem darüber, welche Rolle Lehrerinnen und Lehrer bei der Entwicklung der Jugendlichen spielen, wieso Mehrsprachigkeit an Österreichs Schulen künftig besser honoriert und gefördert werden sollte und wie sich unser Bildungssystem sonst noch verändern müsste.