Edition Zukunft

Edition Zukunft

Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Wie Menschen mit ihren Daten Geld verdienen könnten

Wie Menschen mit ihren Daten Geld verdienen könnten

Viele Jahre lang führte Johannes Caspar einen erbitterten Kampf gegen Facebook und Google. Sein Ziel: Die Daten der Bürgerinnen und Bürger vor Missbrauch zu schützen. "Vielen ist nicht bewusst, was mit unseren Daten passiert und wie wenig Kontrolle wir darüber haben", sagt Caspar, deutscher Jurist und jahrelang Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Kürzlich veröffentlichte Caspar das Buch "Wir Datensklaven – Wege aus der digitalen Ausbeutung". Darin kritisiert er das Geschäft mit unseren Daten – und plädiert für eine neue digitale Mitbestimmung.

"Mehr Nutzer, mehr Inhalte, mehr Daten, mehr Kontrolle", diese altbekannte Strategie gilt für soziale Medien nach wie vor, sagt Caspar im Podcast. Um einen informierten Diskurs sei es dabei nie gegangen, vielmehr um eine gezielte Beeinflussung von Menschen, beispielsweise durch sogenanntes Microtargeting. "Das Problem der sozialen Medien ist immer noch die Polarisierung." Mithilfe künstliche Intelligenz und einer Fülle an Daten können Konzerne bald immer besser "in die Zukunft blicken" und Vorhersagen über Nutzerinnen und Nutzer machen.

Im Podcast spricht Caspar außerdem darüber, wie künstliche Intelligenz in Zukunft transparenter werden könnte, in welchen Bereichen sie bei der Entscheidungsfindung helfen könnte und wie Menschen an dem Geschäft mit den Daten beteiligt werden könnten.

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Wie man effektiv etwas für Klimaschutz tun kann

Wer im Alltag versucht, etwas für Klimaschutz zu tun, stößt häufig an persönliche Grenzen. Egal wie sehr man sich anstrengt – wie viel seltener man fliegt oder weniger Fleisch man isst –, die Bemühungen scheinen nicht auszureichen. Der eigene ökologische Fußabdruck scheint immer noch zu groß.
Gabriel Baunach, Autor des Buchs „Hoch die Hände, Klimawende!“, beschreibt, dass die Lösung nicht im individuellen Konsum liegt, sondern darin, gesellschaftliche und politische Hebel für effektiveren Klimaschutz zu betätigen. Er setzt dem ökologischen Fußabdruck das Konzept des Handabdrucks entgegen.
Der Deutsche wirbt dafür, sich in der Arbeit und der Freizeit mithilfe seiner Kontakte, Fähigkeiten und Talente für die Klimawende einzusetzen. Das habe viel größere Wirkung als Öko-Moral und Askese.
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Wie unsere Arbeit mit der Klimakrise zusammenhängt

Was hat unsere Arbeit mit der Klimakrise zu tun? "Sehr viel", sagt der deutsche Arbeitsforscher Hans Rusinek. Denn wie wir heute arbeiten sei zerstörerisch – für uns und für unseren Planeten. Unser Wirtschaften führe zu einem übermäßigen Konsum und einer Ausbeutung von Ressourcen. Dennoch gehe es bei der Zukunft der Arbeit selten auch um die Zukunft des Planeten. "Wir haben uns in die Klimakrise hineingearbeitet und müssen uns auch wieder aus ihr herausarbeiten", fordert Rusinek. 

Wie soll das funktionieren? Eine pauschale Reduzierung der Arbeitszeit wie eine 4-Tage-Woche hält Rusinek, der an der Universität St. Gallen forscht und auch als Berater tätig ist, nicht für zielführend. "Dieser Ansatz ist ein wenig elitär, weil viele Menschen nicht einfach so ihre Arbeitszeit reduzieren können." Stattdessen brauche es eine neue Balance in der Arbeit selbst: Nicht nur ein gehetztes Abarbeiten, sondern auch Phasen der Reflektion und Regenerierung innerhalb der Arbeitszeit. Das könne die Möglichkeit bieten, neuen Sinn in der Arbeit zu finden und durch die eigene Arbeit vielleicht auch einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise zu leisten.

Im Podcast spricht Rusinek außerdem über sein kürzlich erschienenes Buch "Work-Survive-Balance", die Bedeutung von Green Jobs und warum er keinen Generationenkonflikt in der Arbeitswelt erkennen kann.

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Wo die USA im Klimaschutz stehen – und was Trump zerstören könnte

Nicht nur auf EU-Ebene und in Österreich wird heuer gewählt, sondern im Herbst auch in den USA: Auch dort könnte es zu einer – für die Klimapolitik des Landes und auch der Welt – Richtungsentscheidung kommen: Also Demokraten oder Republikaner?

Die USA sind nach China die zweitgrößten Emittenten weltweit. Was bei der US-Präsidentschaftswahl rauskommt, wird also auch global einen großen Einfluss haben. Die Frage ist: Kommt Klimawandelleugner Donald Trump wieder an die Macht oder bleibt Joe Biden an der Spitze?

Diese und weitere Fragen wollen wir im dritten Teil unserer Podcast-Serie zum Superwahljahr besprechen. Zu Gast ist heute Sonja Thielges vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit mit Sitz im Potsdam.

Nudging: Mit sanftem Stups zum Klimaschutz

Mittlerweile wissen wir alle, wie wichtig Umweltschutz ist, um den nächsten Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. Und dennoch fällt es uns im Alltag oft schwer.

Die Verhaltensökonomie hat eine Methode hervorgebracht, die uns sanft in eine gewisse Richtung lenken soll, und zwar ohne Zwang oder Verbote. Sie heißt "Nudging", was auf Deutsch so viel bedeutet wie "Anstupsen". Werden zum Beispiel in einem Gebäude Hinweisschilder zum Aufzug verkleinert und die Schilder zur Treppe dafür deutlich prominenter dargestellt, wäre das zum Beispiel Nudging.

Kann Nudging auch beim Klimaschutz etwas bewirken? Das erklärt Matthias Sutter in der heutigen Folge von "Edition Zukunft". Sutter ist Verhaltensökonom und Direktor am Max-Planck-Institut in Bonn. Er lehrt auch an der Universität zu Köln und der Universität Innsbruck.

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Wie geht es nach der EU-Wahl mit dem Green Deal weiter?

Anfang Juni wählt die EU-Bürgerinnen und -Bürger ein neues Parlament. Die vergangenen Wahlen im Jahr 2019 standen noch unter dem Zeichen des Klimaschutzes. In der darauf folgenden Legislaturperiode verabschiedeten die EU-Institutionen neue Klimaschutz-Gesetze in noch nie gesehenem Ausmaß. Der Green Deal war der Rahmen dafür - und er sollte Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent machen.

In der zweiten Folge unserer Podcast-Serie zum Superwahljahr 2024 blicken wir zurück auf die EU-Klimapolitik der letzten Jahre und wagen einen Ausblick auf die Zeit nach der Wahl. Wie könnten sich die Kräfteverhältnisse im EU-Parlament auf die Klimapolitik auswirken? Wie könnte ein Rechtsruck den Green Deal beeinflussen? Und wie wahrscheinlich werden die Klimaziele für 2030 und 2050 erreicht?

Zu Gast im Podcast ist Matthias Buck, Europa-Direktor des Thinktanks Agora Energiewende, der den Green Deal bereits seit Beginn verfolgt.

Wie eine vegane Zukunft aussehen könnte

Vier fiktive Inseln machen den Staat Vegania aus: Chlorella, Hightech Islands, Tenebrio und Zirkula. Jede von ihnen hat eine andere Herangehensweise an eine nachhaltige Ernährung. Auf Chlorella konsumieren die Menschen viele Algen und Pilze. Auf den Hightech Islands wird Fleisch größtenteils nur noch im Labor hergestellt. Auf Tenebrio essen die Menschen vor allem Insekten und Muscheln. Und auf Zirkula wird zwar noch Fleisch gegessen, aber nur noch von Tieren, die eines natürlichen Todes gestorben sind. 

Ein solches Zukunftsszenario entwirft der Schweizer Futurist und Ökonom Joël Luc Cachelin in seinem kürzlich erschienenen Buch "Veganomics". "Es gibt nicht eine bestimmte vegane Zukunft, die von irgendwem vorgeschrieben wird, sondern verschiedene Möglichkeiten, uns nachhaltiger zu ernähren und zu kleiden", sagt Cachelin. Solche Szenarien könnten helfen, über eine solche Zukunft nachzudenken. 

Im Podcast spricht Cachelin darüber, weshalb eine Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung notwendig ist, weshalb es beim Thema Veganismus nach wie vor viel Diskussionsbedarf gibt und auf was Landwirtinnen und Landwirte umsteigen könnten, wenn sie eines Tages nicht mehr tierische Produkte herstellen.

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Was bringt das Superwahljahr für das Klima? Teil 1/3: Österreich

Das heurige Jahr ist ein wahres Superwahljahr: In Österreich wird der Nationalrat neu gewählt, die EU-Wahl steht und im Herbst bekommen die USA einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin. Wir gehen in einer dreiteiligen Podcast-Serie von "Edition Zukunft Klimafragen" der Frage nach, wie das Thema Klimaschutz die heurigen Wahlen beeinflussen.

Im ersten Teil zur Nationalratswahl werfen wir einen Blick auf die klimapolitischen Standpunkte der Parlamentsparteien und sprechen darüber, welchen Stellenwert Klimaschutz im diesjährigen Wahlkampf einnehmen wird.

Wie werden wir glücklicher?

Was macht uns glücklich? Diese Frage hat sich wohl jeder und jede schon einmal gestellt. So auch Dorothee B. Salchow. Die Juristin befasst sich seit Jahren auch beruflich mit dem Thema Glück und ist unter anderem an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport im Masterstudiengang Positive Psychologie tätig. Diese Strömung geht der Frage nach, was das Leben lebenswert macht, und versucht somit auch herauszufinden, wie Menschen nachhaltig glücklicher werden.

Welche Rolle dabei negative Emotionen spielen, warum das ausschließliche Streben nach guten Gefühlen nicht der Schlüssel zum Glück ist und in welchem Alter die Menschen statistisch gesehen am glücklichsten sind, darüber sprechen wir mit Dorothee B. Salchow in dieser Folge von "Edition Zukunft".

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Was Vanillekipferln und nachhaltige Batterien gemeinsam haben

Damit Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne rund um die Uhr bezogen werden kann, werden verlässliche Energiespeicher benötigt. Das liegt schlicht daran, dass Wind und Sonne beispielsweise nicht jederzeit zur Verfügung stehen. In diesen Speicherbatterien sind allerdings häufig ökologisch bedenkliche Schwermetalle oder Seltene Erden verarbeitet – und genau dafür will Stefan Spirk eine Lösung gefunden haben.

Er forscht an der TU Graz und arbeitet derzeit an einer Batterie, die verspricht, nachhaltig zu sein. Anstatt Schwermetallen verwendet Spirk Vanillin und damit herkömmliches Vanillearoma, das jeder und jede von uns im Supermarkt kaufen kann. Wie das funktioniert, inwiefern die Speicher tatsächlich das Potenzial haben, sich positiv auf den Klimawandel auszuwirken, und ob die Batterien nach Vanillekipferln duften, darüber sprechen wir in dieser Folge von "Edition Zukunft Klimafragen"

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