Edition Zukunft

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Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Was Bauern über das Renaturierungsgesetz denken

Was Bauern über das Renaturierungsgesetz denken

Das Renaturierungsgesetz ist politisch hochumstritten: Über Monate hinweg wurde der Vorschlag auf EU-Ebene hitzig diskutiert. Von Enteignungen war ebenso die Rede wie von Bauern, die Schmetterlinge zählen müssten, und von einer Gefahr für die Ernährungssicherheit. Doch wie denken Landwirte über die Verordnung, die beinahe Österreichs Regierung gesprengt hat?

STANDARD-Redakteur Lukas Kapeller hat sowohl mit Landwirten, die sich für das Gesetz aussprechen, als auch mit Gegnern aus der Bauernschaft gesprochen. Zwei von ihnen kommen in dieser Folge von Edition Zukunft Klimafragen zu Wort: Milchbauer Ernst Halbmayr aus dem Mostviertel spricht sich für das Gesetz aus und sieht darin Chancen für Klimaschutz und nachhaltige Landwirtschaft. SPÖ-Bauer Michael Schwarzlmüller hingegen kritisiert die Verordnung als übereilt und sorgt sich um Entschädigungen für betroffene Landwirte.

Der lange Weg zur nachhaltigen Kreuzfahrt

Mit dem Sommer nimmt auch die Zeit der Kreuzfahrtschiffe wieder richtig Fahrt auf: Schwimmende Städte, die Platz für tausende Passagiere und Besatzungsmitglieder, zig Pools und Restaurants bieten und die immer größer werden. “Die Kreuzschifffahrt repräsentiert einen eigenen Mikrokosmos, von dem aus man die Welt bereisen kann”, sagt Stefan Gössling, Professor für nachhaltigen Tourismus an der Universität Lund in Schweden. Das mache sie gerade bei älteren Menschen nach wie vor so beliebt.

Von Nachhaltigkeit sei die Branche aber immer noch weit entfernt. Dabei versprechen große Reedereien genau das für die Zukunft: Kreuzfahrten ohne schlechtem Gewissen, klimaneutral und kaum schädlich für die Umwelt. Gelingen soll das vor allem mit Flüssiggas, synthetischen Treibstoffen, oder mit Batterien und Segeln.

Im Podcast spricht Gössling darüber, wie aussichtsreich diese Alternativen sind, welche Folgen die Kreuzschifffahrt nach wie vor für den Tourismus hat und worauf man achten kann, wenn man eine nachhaltigere Reise mit einem Kreuzfahrtschiff buchen möchte.

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So lange braucht unser Müll, um sich in der Natur zu zersetzen

Plastiksackerl, Kekspackungen, ausgespuckte Kaugummis oder Zigarettenstummel: Zu oft landet etwas in der Natur, das eigentlich in den Mistkübel gehört. Doch was hat das für Folgen? Wenn es ums Verrotten geht, gilt: Abfall ist nicht gleich Abfall.

Ines Fritz forscht seit vielen Jahren an der Universität für Bodenkultur zur Abbaubarkeit von Materialien. In dieser Podcastfolge von "Edition Zukunft Klimafragen" erklärt sie, wie sich unser Müll zersetzt, wenn er achtlos in der Natur weggeworfen wird. Und wie lange er dafür braucht.

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Verliert die EU bei der Raumfahrt den Anschluss?

Viele Jahre lang hat es gedauert, nun ist sie fertig und startklar: die europäische Trägerrakete Ariane 6. Die gewaltige Rakete wurde in 13 verschiedenen europäischen Ländern gefertigt, darunter auch in Österreich. Am 9. Juli soll sie vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana starten und Europa erneut einen unabhängigen Zugang zum Weltraum geben. Aber was bedeutet das eigentlich? Und wie wichtig ist die Rakete für Europa und unsere Zukunft?

Darüber spricht Nina Klimburg-Witjes, Assistenzprofessorin am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung an der Universität Wien, im Edition Zukunft Podcast. Klimaburg-Witjes hat den Bau der Rakete jahrelang in unterschiedlichen Ländern Europas begleitet. Im Podcast erklärt sie, warum ein neuer globaler Wettlauf um den Weltraum begonnen hat, ob Europa im Vergleich zu anderen Staaten und Unternehmen den Anschluss verlieren könnte und was Weltraummissionen mit der Kolonialgeschichte zu tun haben.

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Immer mehr Unwetter – wie schützen wir uns?

Teile Österreichs und Deutschlands wurden in den vergangenen Wochen von heftige Unwettern heimgesucht. Gewitter, Hagel, Sturmböen und Starkregen führen aufgrund der Klimakrise zu immer schwereren Schäden. Marc Olefs von Geosphere Austria spricht im Podcast über die physikalischen Gründe dafür – und wie Schutzmaßnahmen konkret aussehen könnten.

Psychologe: "Männliche Lust am Verbrennen" heizt Klimakrise an

"Männer, die die Welt verbrennen", heißt sein neues Buch. Darin widmet sich der Psychologe und Wissenschaftsjournalist Christian Stöcker denjenigen, die in seinen Augen die Hauptverantwortung an der Klimakrise tragen: den Chefs der großen Öl- und Gaskonzerne, den Mächtigen in der Politik. In der aktuellen Folge von "Edition Zukunft" geht es darum, was sie stoppen kann.

Außerdem erklärt unser Gast, wieso Männlichkeitsbilder und fossile Brennstoffe mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick vermuten würde. "Petromaskulinität" heißt der Begriff dazu. Das Phänomen finde sich nicht nur ganz oben in Politik und Wirtschaft, sondern auch in der breiten Bevölkerung, sagt Stöcker. Für viele vor allem konservative Männer mittleren Alters sei ihr Auto ein wichtiges Identitätsmerkmal.

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Der Fiebersenker für eine überhitzte Erde

Das Ziel, die Erde um nicht mehr als 1,5 Grad zu erwärmen, gerät immer weiter aus den Augen. Um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, wird immer wieder über sogenanntes Solar Radiation Management diskutiert. Dabei werden Sonnenstrahlen so abgelenkt, dass sie nicht auf die Erde gelangen – und so den Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt ausgleichen. Möglich wird das etwa etwa mit riesigen Mengen Schwefelverbindungen, die in die Atmoshäre ausgebracht werden und den Planeten um mehrere Grad herunterkühlen könnten.

Doch solche Eingriffe in das Weltklima sind hochumstritten. So könnten einige Weltregionen stark abkühlen, während die Temperatur in anderen Gebieten weiter steigt. Auch Regenfälle und damit der Wasserkreislauf könnte gestört werden. Da ein plötzliches Ende katastrophale Folgen für Ökosysteme hätte, müsste die Technik dauernd aufrechterhalten werden – mit erheblichem Aufwand.

Im Podcast sprechen Klimaforscher Harald Rieder von der Universität für Bodenkultur Wien und Geoengineering-Expertin Claudia Wieners von der Universität Utrecht über die Chancen, Folgen und Gefahren der bisher unerprobten Technik - und wie sich Solar Radiation Management praktisch umsetzen ließe.

Green Gentrification: Wo mehr Grün sprießt, steigen oft die Mietpreise

"Menschen fühlen sich wohl unter Bäumen", sagt Thomas Thaler. In Städten, in denen es immer heißer wird, erfüllen Bäume aber auch noch andere wichtige Funktionen: sorgen etwa für saubere Luft oder kühlen ihre Umgebung wie eine natürliche Klimaanlage. In den nächsten Jahren braucht es also dringend mehr davon, sagt Thaler. Er ist Wissenschafter am Institut für Landschaftsplanung an der Uni für Bodenkultur in Wien. Aber wie viel Grün ist eigentlich genug Grün? Darum geht es in der heutigen Podcastfolge.

Außerdem erklärt der Experte das Phänomen der sogenannten "Green Gentrification", der Grünen Gentrifizierung. Denn wo das Grün sprießt, schießen häufig auch die Kosten fürs Wohnen in die Höhe und werden für manche unleistbar. Dabei würden gerade Einkommensschwache besonders von Bepflanzung im Grätzl profitieren, weiß Thaler. 

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Schluss mit Muh: Mikroorganismen könnten künftig Milch produzieren

Fermentieren liegt im Trend. In Großstädten gibt es längst Kurse zur Produktion von Kimchi, Sauerkraut oder Kombucha zuhause. Der Biologe Martin Reich sieht in der alten Technik eine große Zukunft, wie er in seinem kürzlich erschienenen Buch "Revolution aus dem Mikrokosmos" beschreibt.

Mit sogenannter Präzisionsfermentation könnten in Zukunft Milch oder Käse ganz ohne Tiere produziert werden – mit enormen Vorteilen für Klima und Umwelt. Im Podcast erklärt Reich, wie künftig Essen im Bioreaktor entstehen könnte und welche neuen Geschmackswelten uns die Mikroorganismen in Zukunft eröffnen könnten.

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Wie eine Reichensteuer dem Klima helfen könnte

Wer mehr Geld hat, konsumiert meist auch mehr, kauft sich ein größeres Haus, zwei oder drei Autos und fliegt öfter auf Urlaub. Das reichste eine Prozent der Welt ist allein für 17 Prozent der Emissionen verantwortlich, die reichsten zehn Prozent für 50 Prozent der Emissionen, sagt Till Kellerhoff, deutscher Staatswissenschafter und Programmdirektor der gemeinnützigen Organisation Club of Rome. Vor kurzem veröffentlichte Kellerhoff das Buch "Tax the Rich", in dem er für eine höhere Besteuerung der Reichen plädiert, um damit das Klima zu schützen. 

Im Podcast spricht Kellerhoff darüber, warum CO2-Steuern allein nicht reichen, um eine gerechte Klimawende zu schaffen, wie sich eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer umsetzen ließe und wie eine Grunddividende aus der Nutzung von Gemeingütern, wie es sie beispielsweise im US-Bundesstaat Alaska gibt, allen zugutekommen könnte.

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