Edition Zukunft

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Der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen

Transkript

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00:00:06: Ihr hört Edition Zukunft, den Standard-Podcast über das Leben und die Welt von morgen.

00:00:11: Mein Name ist Benedikt Narodoslawski.

00:00:32: Die asiatische Tigermücke schwirrt schon seit einigen Jahren durch Österreich.

00:00:37: Dafür ist die Wiesenotter seit Jahrzehnten spurlos verschwunden Obwohl sie bei uns im Jahrhundert noch extrem zahlreich vorgekommen sind.

00:00:45: Der Wolf, den die Menschen bereits einmal ausgerottet haben Ist wiederum zurückgekehrt Und wird bekämpft.

00:00:52: Die Natur hat sich immer schon verändert.

00:00:55: Aber dass sie das so schnell tut, hat vor allem einen Grund – uns Menschen!

00:01:01: Wir sprechen heute über die neue Zusammensetzung der heimischen Natur, vor allem über die Tierwelt.

00:01:07: Welche neuen Arten sind schon da?

00:01:09: Welche begeben sich gerade auf die Reise nach Österreich und welche wird man wie die Wiesenotter bald nur noch dort sehen können wo unser heutiger Gast arbeitet nämlich im Museum?

00:01:21: Unser Gast ist Nikolas Suchic, er ist Zoologe im Naturhistorischen Museum Bien und darüber hinaus Mitglied des österreichischen Biodiversitätsrats.

00:01:32: Das ist ein unabhängiges Gremium von Expertinnen und Experten die sich für die heimische Natur einsetzen.

00:01:39: Willkommen Herr Suchic!

00:01:40: Einen schönen guten Tag.

00:01:42: Ich würde gerne starten mit der City Nature Challenge diese ja schon seit Jahren organisieren in Wien.

00:01:49: Können Sie uns einmal vielleicht ganz kurz erklären, was ist das überhaupt?

00:01:52: Ja, das ist eh vielleicht ein ganz guter Einstieg weil gerade bei der City Nature Challenge geht es darum unterschiedliche Arten und zwar sowohl Tiere Pflanzen als auch Pilze in einem relativ kurzen Zeitraum also innerhalb von vier Tagen möglichst viele Arten nachzuweisen.

00:02:10: Der schöne Anteil daran oder das Nette daran ist, dass man probiert möglichst viele Bürgerinnen dazu zu bringen damit zu machen.

00:02:19: Und da geht es nicht so sehr darum, dass der Einzelne möglichst viel beiträgt sondern dass man sich da mit einbindet damit man seine Umwelt wahrnimmt und dass man verschiedene Arten einfach fotografiert und automatisiert bestimmen lässt und dann auch von Expertinnen bestimmen lasst.

00:02:38: Mitmachen kann ja da jeder und jede, man braucht nur das Smartphone.

00:02:42: Und diese App ist ein Naturalist wo man die Tiere, Pflanzen fotografiert und es wird dann eingeschickt wenn ich sie richtig im Kopf habe.

00:02:51: Da hat sich eine ganz tolle Zahl gegeben.

00:02:53: letztes mal haben wir vierhundert Leute mitgemacht und die haben über zwei tausend Vierhundert Arten bestimmt.

00:02:59: Jetzt wird mir interessieren, merkt man da im jährigen Verlauf schon irgendwie?

00:03:03: Ändert sich die Zusammensetzung der Tierwelt.

00:03:06: Lassen Sie da schon Trends erkennen?

00:03:08: Prinzip belassen sie mit einem Naturalist schon einige Trends kennen.

00:03:12: europaweit.

00:03:13: in Wien ist es noch ein bisschen schwieriger.

00:03:15: Es ist schon so dass immer wieder neue Arten dazukommen.

00:03:19: das sind aber nicht zwangsweise Arten bis jetzt nicht vorgekommen sind, sondern das sind oft auch Arten die bis jetzt übersehen worden sind zum Beispiel und einfach häufiger werden.

00:03:31: Aber gerade im städtischen Bereich kommt es durchaus vor dass es neue Ankömmlinge gibt.

00:03:35: Das heißt auch in Wien gibt's neue Arten, die man eigentlich noch nie gesehen hat?

00:03:40: Auch in Wiem gibt es neue Arte, die noch nicht gesehen worden sind für Österreich neu sind.

00:03:45: Das ist sogar gar nicht so selten, daß die Stadt quasi des Einfuhrzentrums zumindest eingeschleppte Arten ist.

00:03:53: Für neue Enkömblinge natürlich nicht, also die selbst herkommen.

00:03:56: Und wie geht es Ihnen da als Biologe?

00:04:00: Freut man sich da, dass man neue Arten wieder sieht oder kriegt man ein bisschen amulmiges Gefühl, weil man sieht, kommt was ins Rutschen?

00:04:07: Naja das ist so generell gar nicht so leicht zu beantworten.

00:04:12: Es gibt natürlich Arten, die wir erwarten schon bei uns und die zum Beispiel EU-Weile schon auf der Liste der Quarantäneaten sind.

00:04:23: Da freut man sich natürlich nicht wenn man die zum ersten Mal nachweist.

00:04:26: aber ansonsten ist es nicht so dass es zwangfachhaft so ist nur weil etwas noch nicht nachgewiesen worden ist selbst wenn es eingeschleppt worden ist das man bedenken hat.

00:04:36: Das heißt Tieren, die Schädlinge.

00:04:39: Das ist immer ein spieriger Begriff weiß ich aber nennen wir es mal so da gibt's natürlich gleich einmal großes Aufschreien.

00:04:48: jetzt im Juli hat dieses Aufschein auch von Seiten des Umweltministers gegeben.

00:04:53: Norbert Totschnick hat da gewarnt vor dem asiatischen Aschenprachtkäfer, also zuerst einmal in Ungarn und in der Slowakei entdeckt worden ist.

00:05:02: Und das Problem dabei ist ja offenbar dass der große Aschenbestände relativ schnell vernichten kann,

00:05:08: d.h.,

00:05:08: für die Forstbesitzer wird es schwierig.

00:05:10: Wie kommt ein asiatisches Insekt überhaupt nach Mitteleuropa?

00:05:15: Wie geht es?

00:05:16: Ich habe schon ein bisschen anklängen lassen, das sind Transportwege und sehr viele der mitgeschleppten Orten werden Verpackungsmaterial beziehungsweise in Transportmaterial, also beim ersten Pracht GFS in zweim Holzballetten über die solche Tiere von überall auf der Welt eingeschleppt werden.

00:05:37: Und ist das jetzt ein neues Phänomen?

00:05:39: Weil Handelsrouten hat es ja früher auch schon gegeben.

00:05:42: Also das ist ja nichts Neues dass man warn importiert.

00:05:45: oder wo ist jetzt der Unterschied zu früher?

00:05:48: Warn importiert, das ist schon immer geworden.

00:05:51: Es ist auch schon immer verschleppt worden.

00:05:53: allerdings der Grad ist ja unterschiedlicher zu früher.

00:05:58: Der hat sich natürlich in den letzten zehn Jahren vielleicht nicht so massiv geändert aber wenn man es vergleicht zu hundert Jahren davor dann ist der Anteil der eingeführten Waren aus aller Welt jetzt viel größer.

00:06:11: also inzwischen sind wir ja so global vernetzt dass wir Waren allen Teilen der Welt bekommen.

00:06:20: Und sind diese Schädlinge dann in Österreich auch schon aufgeschlagen?

00:06:24: Gibt es da schon irgendwie Nachweise, welche Problemarten jetzt für die Wirtschaft gibt's denn da?

00:06:30: Ja, es gibt schon einige Arten, die in Österreich nachgewiesen worden sind.

00:06:36: Der Eschenbrachtkäfer meines Wissens noch nicht.

00:06:39: Er ist eben in Ungarn und in der Slowakei aufgetaucht.

00:06:42: Insofern ist das auch die Frage wird man sich freuen wenn man ihn findet?

00:06:45: natürlich Es wäre nicht schön, dass er hier ist.

00:06:48: Allerdings ist es schon so, dass bei den Quarantänearten es gut ist wenn man sie möglichst früh entdeckt weil man dann noch Maßnahmen treffen kann die dagegen wirken.

00:07:00: und ansonsten gibt's einige Arten die inzwischen bei uns eingebürgert sind unter anderem der asiatische Tigermücke aber auch andere.

00:07:09: das ist eine Gälse quasi die Blut saugt und potenziell verschiedene Krankheiten übertragen kann.

00:07:16: Und das sind durchaus Arten, die man hier nicht gerne haben will und gegen die potenziell auch etwas unternommen werden kann vor allem wenn man sie früh entdeckt.

00:07:27: Was kann man dagegen tun?

00:07:29: Wie wird man die wieder los?

00:07:30: Und vielleicht auch wie schaut man überhaupt dass Sie, wenn Sie jetzt in der Slowakei und im Ungarn sind, gar nicht einmal nach Österreich kommen?

00:07:38: oder sind wir da unserem Schicksal eher ausgeliefert?

00:07:40: Naja, dass sie nicht nach Österreich kommen.

00:07:42: Das wird wahrscheinlich relativ schwer zu kontrollieren sein weil eben der Warnverkehr inzwischen so ausgeweitet ist.

00:07:52: man kann natürlich untersuchen ob irgendwelche Schadensekten sich in Paletten befinden das wird aber ganz flächendeckend nicht möglich sein dann bin ich überzeugt davon da ist es eher so sicherstellen müssen, dass wenn er denn in Österreich ankommt das wir ihn möglichst früher kennen und dann Maßnahmen unternehmen können.

00:08:13: Beim Aschenprachtkäfer weiß ich im Übrigen noch nicht ob es da Maßnahmen gibt die empfohlen werden.

00:08:21: bei der asiatischen Tigermücke gibt's einige die zumindest die Populationen klein halten können.

00:08:27: Und wie kann man das machen?

00:08:29: Wie kann man die Populationen kleinhalten?

00:08:31: Bei der asiatischen Tigermücke gibt es eine Spezialität.

00:08:34: Die Weibchen bahnen sich nur einmal und nach dieser Bahrung werden sie für weitere Bahrungen unempfänglich,

00:08:40: d.h.,

00:08:41: man kann die Weibche dazu bringen, sich mit sterilen Männchen zu bahnen.

00:08:45: D.h.

00:08:46: man bringt sterile Männchien aus, die verbahnt sich mit einem Großteil der Weibchanne und so kann man verhindern dass diese Weibchin sich mit Männchembahn und es zur Nachkommenschaft kommt.

00:08:57: Das ist ein Aufwand, den man vor allem im Stadtbereich sehr gut treiben kann.

00:09:03: Flächenmäßig wird es wahrscheinlich nicht hundertprozentig möglich sein aber wir werden eh noch darauf zu sprechen kommen dass diese Einfuhr oft erst einmal ein stetisches Problem ist und das von den Städten dann ins Umland sich ausbreitet.

00:09:19: Ich habe gehört, dass es ja auch im Museum ein Thema mit den neuen Arten ist.

00:09:26: Damit meine ich jetzt nicht, man stellt ihnen irgendwie einen ausgestopften Elch rein.

00:09:30: Sondern dass es auf einmal neue Tiere gibt die im Museum tatsächlich aufschlagen.

00:09:35: Da gibt's die Geisterfischchen.

00:09:37: können Sie darüber ein bisschen was erzählen?

00:09:39: Ja das Geister Fischchen ist eine Spanne in der Geschichte eigentlich.

00:09:43: Das ist ursprünglich beschrieben worden von Sri Lanka wobei sich jetzt herausgestellt hat, hundertprozentig Matchen mit denen, die jetzt in Europa nachgewiesen worden sind.

00:09:59: Aber das ist vielleicht jetzt ein spezielles Dachsonomisches Problem auf das wir nicht hundertpozentig näher eingehen müssen.

00:10:06: aber es ist dann aufgetaucht in der Karibik und seit der Jahrtausendwende also knapp nach der Jahrtausendwände ist es erstmals in Europa Nachgewiesen wurden ursprünglich in Deutschland und jetzt inzwischen über ganz Europa verbreitet.

00:10:21: und die gibt's eben auch im Museum selbst, dem Naturhistorischen Museum.

00:10:25: und das wissen wir deswegen weil es da ein Monitoring von Schadinsekten gibt.

00:10:30: Weil wir natürlich wollen dass die Sammlungen sicher bleiben dass es dazu keinen Fraßschäden durch Schädlinge kommt.

00:10:37: Aber vielleicht gehen wir darauf hin was macht dieses Geisterfischchen?

00:10:41: also Fraß schäden?

00:10:42: Was bedeutet das dann?

00:10:44: Naja Fraß Schäden das ist... Da hat's nur ursprünglich die Befürchtung gegeben, dass es so sein könnte.

00:10:50: Weil verwandte Arten zum Beispiel das Papierfischchen zu größeren Schäden führen können vor allem in Bibliotheken.

00:10:57: also die fressen gerne Papier.

00:11:00: Die können Papier verdauen.

00:11:01: Die haben da auch einen Symbionten im Darm der das zulässt.

00:11:05: und beim Geisterfischien ist jetzt eigentlich so, dass bis jetzt auch noch keine schädigende Wirkung nachgewiesen ist.

00:11:13: Insofern kann man das auch noch relativ locker beobachten, wie sich das weiterentwickelt.

00:11:18: Aber es ist halt so dass ein neues Fischendes bei uns gibt.

00:11:23: Das ist jetzt in dem Fall eben keine große Tragik aber als erneuerungsankömmling wahrscheinlich auch verstärkt durch die Klimaveränderung, d.h.

00:11:34: durch Erwärmung des Klimas begünstigt.

00:11:38: Aber kann man sich das so vorstellen, dass dann ein Geisterfischchen sich irgendwie geisterhaft an die Sohlen von einem deutschen Museumsbesucher heftet?

00:11:47: Der besucht in Wien und auf einmal ist er im Naturhistorischen Museum oder hat sein Führer in der Hand und liest wo habe ich die coolsten Museen in Europa.

00:11:55: Und schauen wir die an.

00:11:56: also wie kommt sozusagen dieses Museumshopping, wie funktioniert es?

00:12:00: Ja, das ist nicht nur ein Museumshopping sondern auch im übrigen normalen Häusern angekommen.

00:12:07: aber Prinzipiell ist es so, ich habe schon erwähnt das Verpackungsmaterial auf der Ort.

00:12:12: Der Verschleppung ist für viele Arten und gerade beim Geisterfischen ist es auch so dass es da Papierverpackung oder Pappe die verwendet wird als Verpackungsmaterial.

00:12:22: dort fühlt sich das Geister Fischchen und auch viele seiner verwandten Arten sehr wohl und das heißt es kommt über Amazon zu uns nicht so sehr über die Schuhsohle sondern wirklich wenn dann über die Drohne.

00:12:36: gut wir haben ja schon über Schädlinge ein böses Wort gesprochen.

00:12:41: Jetzt ist einmal grundsätzlich die Frage, ist jedes Tier das da zu uns kommt schädlich oder muss man sich um die meisten Ehe keine Sorgen machen?

00:12:51: Wie schätzen Sie das ein?

00:12:53: Nein es ist bei weit nicht so dass jedes Tier schädlig ist also der Ausdrucksschädlinger, der Gefälltbiologen wie mir überhaupt nicht.

00:13:01: Das ist eine sehr antropozentische Sichtweise

00:13:05: d.h.,

00:13:05: mit uns in einer Form interagiert oder konkurriert, die wir nicht sehr mögen.

00:13:11: Entweder frisst er unsere Bibliotheken weg – was ich als bibliophiler Mensch auch nicht will – oder sie fressen an irgendwelchen Vorreden von uns.

00:13:22: Das wird dann als Schädling bezeichnet.

00:13:24: also per se ist jetzt nicht jeder Neuankömmling problematisch.

00:13:28: Im Wirklichkeit ist es sogar so dass ninety-fünf Prozent der Neuankömmlinge unproblematisch sind Auch deswegen, weil sie sich gar nicht hier quasi langfristig festsetzen können.

00:13:40: Aber es gibt auch durchaus einen Anteil der dann problematisch wird, weil er entweder für Menschen also mit dem Menschen interagiert oder auch mit anderen Arten, also unsere artenverdrengt, heimische Arten verdrängt und in den Ökosystemen zu Problemen führt.

00:13:57: Ich meine, ganz typisch ist ja dieses Wreckweed oder wo wir Allergiker und Allergikerinnen ja Riesenproblem haben dass das eingeschleppt wurde.

00:14:05: Und was man ja versucht loszuwerden.

00:14:08: Sie haben jetzt gesagt diese Verdrängung ist natürlich auch ein Problem der heimischen Natur also von diesen wenigen Arten die dann ein Problem machen.

00:14:17: Sie haben eine ganz interessante Studie heuer rausgebracht, wo man sieht, dass Fruchtfliegen – nämlich die heimischen Fruchtfliegen sie irgendwie nicht gut einstellen können auf neue Frucht fliegen.

00:14:28: Vielleicht können wir uns ein bisschen darüber erzählen was da genau passiert?

00:14:31: Ja das ist eine Studie, wo wir nachgewiesen haben, dass sich die Artenzusammensetzung bei diesen Frucht-Fliegen in Wien und dann muss man eben wieder einschränken.

00:14:42: Das ist der städtische Bereich.

00:14:43: Städtische Bereiche haben ein Spezifikum oder ein Charakteristikum, das sehr auffällig ist.

00:14:49: Das sind im Allgemeinen sonst gestörte Ökosysteme – in gestörten Ökostystemen ist es so dass sich neue Ankömmlinge schneller etablieren können und deswegen auch dieser Wechsel zwischen Arten oft schneller von Staaten geht.

00:15:03: Da haben wir den Vorteil, dass es in fourneinzig eine Studie gegeben hat und die hat auch diese Artenzusammensetzung in Wien untersucht.

00:15:12: Und einige der Arten, und zwar eine ganze Artengruppe die damals eigentlich die häufigste war in Wien.

00:15:20: Die konnten wir bei unserer Studie nicht mehr nachweisen.

00:15:23: das heißt selbst wenn sie in Wirklichkeit trotzdem noch da ist ja vielleicht sind die gar nicht ganz weg hier.

00:15:29: es ist zumindest so dass ich von stark dominanten Arten stark zurückgegangen sind und jetzt inzwischen eher nur mehr im Einzelnen Häusern oder in einzelnen Habitaten überlebt

00:15:42: haben.

00:15:42: Aber das klingt schon nach einer extremen Veränderung, oder?

00:15:46: Innerhalb von fünfundzwanzig Jahren wenn ich es jetzt richtig gerechnet habe ist dann mehr oder weniger die häufigste Art verschwunden?

00:15:52: Genau!

00:15:53: Es ist die häufigsten art verschwinden.

00:15:55: und zusätzlich Die art die jetzt am häufigsten isst ist eine art die bis Jetzt also bis zu dieser studie in österreich noch nicht gemeldet wurde.

00:16:04: Ja und das ist nicht so dass die quasi zum ersten Mal gefunden wurde und einzelne Individuen, sondern die häufigste Art also den Zwischen häufigste art ist für Österreich neu.

00:16:16: Unglaublich eigentlich wenn man sich jetzt da vorstellt wie viel frucht fliegen dann bei mir zuhause herumfliegen.

00:16:22: ich hätte mal gedacht es wäre genug Früchte für alle da.

00:16:26: Wie funktioniert diese Vertreibung?

00:16:29: Weil im Wirklichkeit kann man es ja nicht am Biomüll scheitern, oder?

00:16:33: Ja.

00:16:33: Das haben wir in dieser Studie auch nicht untersucht.

00:16:35: Diese Studie hat auch Bürgerinnen – also da hat's einen Aufruf gegeben – dass Bürgerinnen uns quasi ….

00:16:42: wir haben ihnen eine Falle gegeben und sie haben uns die Fruchtfliegen, die bei ihnen vorkommen, gefangen und zugesandt und wir haben die Artenzusammensetzungen untersucht.

00:16:52: können wir jetzt noch nichts aussagen über welche ökologischen Ursachen gibt es.

00:16:57: Das ist in dem Fall auch gar nicht so leicht, das Ausmaß der Änderung ist auch für Expertinnen durchaus überraschend.

00:17:05: Ich habe aber schon erwähnt – gerade im gestörten Ökosystemen und der Großteil der Studie war eben in Häusern und da gibt es keine funktionierenden Netzwerke, die verhindert dass sich neue Arten etablieren.

00:17:23: Und da können schon kleine Änderungen dazu führen, dass manche Arten sich nicht mehr so wohlfühlen.

00:17:30: Das kann durchaus auch so sein, dass das jetzt Wohnungen durchschnittlich eher trockener sind als sie früher waren und dann fühlt sich manche arten nicht mehr wohl, das kann ganz ganz unterschiedliche Gründe haben.

00:17:42: also da bin ich jetzt ein bisschen überfragt was die mögliche Ursache ist für diesen starken Wandel der Art und Zusammensetzung.

00:17:51: Ein großer Treiber, wo man ja schon sieht das da was passiert, der schon ganz klar ist, ist ein Klimawandel.

00:17:59: Da gibt es jetzt eine Studie, wo die Umweltorganisation Ocean Care auch drinnen war und die hat gezeigt dass bereits ein Drittel der Meeresäugerarten außerhalb ihrer Lebensräume vorkommt.

00:18:12: Und da gibt es offenbar eine riesige Migrationsbewegung.

00:18:16: und dann gibt's also Beispiele, Extrembeispiele wo Wale in der Thämse und in der Seine gesichtet worden sind.

00:18:24: Galapagos Seebären haben sie fast zweitausend Kilometer entfernt von ihrer Heimat angesiedelt Und arktische Walrosse wurden in gemäßigten europäischen Gewässern gesehen.

00:18:37: Sehen wir diese Verschiebungen durch den Klimawandel auch in Österreich, dass gewisse Arten wandern, Wegwandern zuwandern?

00:18:47: Ja, denen sehen wir sogar sehr stark in Österreich auch!

00:18:50: Wobei vielleicht nur ganz kurz noch auf diese Studie, weil es da zwei Sachen gibt die man auseinander halten muss.

00:18:57: Das eine Sie haben erwähnt die Wale in der Seen oder in der Temse.

00:19:01: Wale haben in Flüssen das ist quasi außerhalb des Habitats wo sie überlebensfähig sind.

00:19:08: Das ist ein ganz ganz extremer Fall.

00:19:12: Das is in dem fall auch sehr wichtig, weil das natürlich dazu führt dass den Tieren schlecht geht und bei dieser Studie sehr viel darum, wie kann man diese Organismen wieder retten?

00:19:23: Und für den Rettungskontext ist das sehr wesentlich.

00:19:28: Das ist ja ein Fall der tragisch ist aber jetzt erst einmal zu keiner Störung des Ökosystems dort führt.

00:19:35: Gut vielleicht einen Wahl in einem Fluss führt doch zu einem Problematik selbst wenn er abstirbt.

00:19:40: da muss man sich auch schon etwas überlegen, aber er stört das Ökosesystem erstmal nicht.

00:19:45: Es gibt aber dann einen zweiten Fall, den Sie auch untersucht haben und da geht es eher um die sind nicht in einem Habitat wo sie nicht überleben können sondern sie sind außerhalb ihrer und zwar stark außerhalb Ihrer normalen Verbreitung.

00:20:01: Und das hat oft zum Hintergrund dass das bedingt ist durch durch die Klimaerwärmung weil sich eben ganze Netzwerke Ändern, ja.

00:20:11: Und da geht es um in dem Falle Nahrungsnetzwerke.

00:20:14: wo sind die Beutetiere dieser Räuber?

00:20:17: Also wenn es sich um Räubers handelt und bei der Studie handelt es sich fast ausschließlich um räuber, weil es Wale und Robben und Seelöfen untersucht worden sind und Wenn sich die Beutetiere des nahrungsangebot stark verschiebt aufgrund von sich verändernden Strömungen zum Beispiel im Meer oder aufgrund Von sich verändertem Verteilung von Nährstoffen für diese Beutetiere, dann sind die Räuber natürlich nach und dann verändert sich wahnsinnig viel auf einmal.

00:20:49: Und das ist vielleicht auch ein Punkt der für heute ganz wichtig ist ja.

00:20:53: Biologen neigen dazu über Arten zu sprechen – das sind die Einheiten oder die belebten Einheiten der Natur.

00:21:00: Es gibt natürlich auch die unbelebten Teile.

00:21:04: Temperaturveränderung dazu, aber auch ganz wichtig der Wasserkreislauf oder andere Stoffkreisläufe.

00:21:11: Und die Arten an sich sind Einheiten von Systemen, die so ein Netzwerk von Interaktionen bilden und das sind Nahrungsnetzwerke, da sind auch eure Netzwerke... Also da konkurriert die eine Art mit der anderen.

00:21:26: Wir haben schon gesprochen, Konkurrenz kann der Grund sein, wieso irgendjemand verdrängt wird.

00:21:31: Es gibt unterschiedliche Interaktionen und diese Interaktion führen dazu dass dieses System relativ stabil ist.

00:21:37: also da verändert sich zwar Dauer- und Kleinigkeiten aber in sich bleibt das System stabil.

00:21:43: Und diese Stabilität das ist das worauf Biologen hinziehen wenn sie von Naturschutz sprechen auch oft.

00:21:50: Das geht um... Insichtstabil bleiben.

00:21:54: Solange es insichtstabil ist, sind kleine Änderungen keine Problematik aber irgendwann kommt dazu das Veränderung dazu führen dass das System instabil wird und wie auch wir sind Teil dieses Systems müssen man sagen einfach immer vor Augen führen der Mensch ist eigentlich nur ein Teil von unterschiedlichen Ökosystemen.

00:22:14: Aber man sieht dann an den Räubern, das ist eigentlich so das letzte Glitterkette.

00:22:19: Das nachzieht.

00:22:21: aber

00:22:21: wenn die Räiber dann irgendwo anders Fuß fassen wo sie ja eigentlich gar nicht saus sind kann man vorstellen dass dann des Netzwerks das dort gibt also das Ökosystem dann völlig über einen Haufen geworfen wird oder?

00:22:33: Ja erst einmal kannst du auch nur dazu führen dass sich die Verbreitungen und Artenzusammensetzungen ändern.

00:22:40: Dass es jetzt einfach woanders passiert Per se erst einmal noch unproblematisch, das hat schon einen ganz wesentlichen Impact bei uns.

00:22:49: Wir haben so ein Verständnis von einem Achenoa-Prinzip im Umweltschutz.

00:22:53: wir haben kleine Schutzgebiete wo wir möglichst viel erhalten wollen.

00:22:57: wenn sich das aber einmal verschiebt und müssen wir ja das Schutzgebiet mitverschieben.

00:23:00: Ja an Land ist es leichter nachvollziehbar also im Jahr ist es ein bisschen schwieriger.

00:23:05: Aber auch dort ist es im Prinzip nicht anders.

00:23:08: Das heißt quasi trotzdem darauf reagieren auch auf solche Veränderungen, aber eine Verschiebung per se ist noch nichts was uns Sorgen machen muss.

00:23:18: Wenn es aber viele solcher Verschibungen gibt, weiß das draufhin dass die Systeme instabil werden und dann ist diese Verschiefung womöglich nur der erste Schritt zu einem Zusammenbruch eines Systems.

00:23:30: Dann wird's schwierig!

00:23:31: Und das bedeutet wir haben momentan mit sehr vielen Verschievungen zu tun.

00:23:35: Kommen wir noch einmal zurück auf die Frage, wie werden jetzt diese Verschiebungen auch durch den Klimawandel verstärkt?

00:23:42: Wie in Österreich.

00:23:43: Also wie sieht man – wo spielt es sich dort ab und wo beginnen Arten zu wandern?

00:23:49: Man sieht immer häufiger Tiere.

00:23:52: Am leichtesten ist es vielleicht nachzuvollziehen bei Arten, die schon bei uns vorhanden waren.

00:23:57: Wenn man sich Gottesamt-Beteren anschaut dann ist die Gottesamtbeterin eine Art für Österreich, für Ostösterreich.

00:24:05: Das war schon immer da.

00:24:07: Die Anzahl der Funde, wenn man die vergreicht in den letzten Jahren und die vergleicht mit vor hundert Jahren dann ist das eine Art, die ganz starken Ausbreitung begriffen ist weil es wärmer ist.

00:24:18: Das ist ein wärmeliebende Art, kommt in viel mehr Regionen vor als sie vorher vorgekommen ist.

00:24:25: Zusätzlich gibt's Arten, die aus dem Mittelmeer zu uns immer stärker einwandern.

00:24:30: auch da gibts Beispiele wie Vor einigen Jahren haben wir einen Ohrwurm nachgewiesen, der eigentlich ursprünglich beschrieben worden ist aus dem Bereich Türkei und ist aber über den ganzen Balkan bis vor einigen jahren auch vorgekommen war in Österreich noch nicht gemeldet.

00:24:49: Der breitet sich jetzt in Europa weiter nach Norden aus und zwischen Erstnachweise – das war zum Beispiel ein Erstnachtweis, der ja auch über ein Naturalis passiert ist für Österreich.

00:25:01: Und das Schwierige daran ist, solche zeitlichen Verbreitungsänderungen auch wirklich nachzuweisen.

00:25:08: Weil wir zwar ein Monitoringssystem in vielen Bereichen haben aber kein Monitoring System wo in vielen Bereichen Langzeitstudien entstehen also Langzeitmonitoring vorhanden ist dass quasi so eine Veränderung von möglichst vielen Arten auch nachweisen kann.

00:25:25: Das heißt wer fahren oft sehr spät wann etwas zum ersten Mal bei uns ist?

00:25:30: Und ich kann mir vorstellen, dass es noch schwieriger ist zu erfahren wenn was weg ist oder?

00:25:35: Also gibt's da schon irgendwie Hinweise, dass das bei uns Tiere gegeben hat die heute nicht mehr vorkommen weil es zu ungemütlich geworden ist.

00:25:45: Weil es zu warm geworden ist?

00:25:47: Ja also ob durch Klimawandel bedingt des Aussterben oder lokales Aussterbem muss man eigentlich aufpassen.

00:25:54: aussterben bedeutet streng genommen stirbt eine Art erst dann aus, wenn das letzte Individuum davon global stirbt.

00:26:03: Es gibt aber natürlich lokales Verschwinden und durch den Klimawandel verschwunden – da weiß ich nicht ob das schon für eine Art Nachgewiesen ist.

00:26:12: Allerdings ist es so dass gerade Österreich extrem gefährdet ist dahingehend.

00:26:18: Dauernd von Arten gesprochen, die vom Balkan oder außenmediterran zu uns kommen.

00:26:25: Unsere Arten dementsprechend ziehen nach Norden das heißt man könnte sagen überhaupt keine Problematik.

00:26:32: jetzt ist es so dass wir aber ein Land der Berge sind und beim Berg gibt's denselben Effekt.

00:26:38: da ist es auch schon nachweisbar dass klimabedingt die Waldgrenze zum Beispiel nach oben geht.

00:26:46: Aber das ist ja nicht der einzige Effekt, sondern per se ist es so, dass viele Arten immer höher vorkommen.

00:26:53: Jetzt gibt's aber Spezialisten, die darauf spezialisiert sind ganz an den Gipfeln der Alpen vorzukommen und da gibt's Arten, die gibt's nur in Österreich.

00:27:03: Das sind Ende Mitte sogenannte, die sind ausschließlich in Österreich vorhanden.

00:27:09: D.h.,

00:27:09: da haben wir sogar einen Verstärkte Verantwortung dafür, dass wir die schützen.

00:27:14: Weil sie kommen nur bei uns vor und wenn sie bei uns nicht mehr vorkommen dann sind sie wirklich ausgestorben.

00:27:18: Das

00:27:18: heißt man kann sich so vorstellen der Berg geht nach oben wie ein Berg so ist und die anderen Arten wandern immer weiter nach oben weil sie es unten nicht mehr aushalten und irgendwann treffen die dann auf diese Indemiten auf die Arten die nur hier vorkomen Und dann gibt es einen Vertränkungs-Wettkampf und irgendwann fallen die da runter vom Berg zu.

00:27:36: Ja,

00:27:36: das ist nicht nur so dass sie die verdrängen also das über Konkurrenz basiert sondern es ist ja auch so.

00:27:41: und die Arten die aus den niedrigen Bereichen kommen die gehen ja jetzt nicht grundlos höher sondern es wird wärmer.

00:27:48: d.h.

00:27:49: schon alleine dass es wärmer wird für manche Arten machte schon Stress.

00:27:53: ja diese sind kälteadaptiert und insofern halten Sie Hitze womöglich gar nicht aus.

00:27:58: so sehr Das sind meistens aber auch konkurrenzschwache spezialisierte Bergarten, die ganz schnell von Generalisten, die von unten nachkommen, verdrängt werden.

00:28:09: Also auch einen Verdrängungsmechanismus gibt es da durchaus und man kann sich schon vorstellen irgendwann ist der Berg aus.

00:28:15: Die können natürlich auch noch höher wandern, aber das Höherwandern, das ist ja nicht nur so dass ich, dass irgendwann der Berg raus ist sondern irgendwann ist vor allem die Vegetation aus.

00:28:26: Da ist nun mehr Felsen da, das für manche Arten noch durchaus ein Gebiet, wo man leben kann.

00:28:33: Aber viele Arten können auch damit nicht umgehen.

00:28:36: Das heißt, da stoßt man dann an die Grenzen der Anpassung eigentlich?

00:28:40: Da stößt man an Grenzen von der Anpasungsfähigkeit, weil man kann nicht höher gehen als die Spitze und das ist sowieso auch die Grenze der Anpausungsfähigkeit.

00:28:49: aber es gibt auch eine Grenze de Anpassungsfähigkeiten wenn ich im Boden lebe und am nackten Fels überleben soll.

00:28:55: dass funktioniert nicht.

00:28:56: Das Museum ist ja ein interessanter Kosmos, wo sich ja im Kleinen dann auch diese Entwicklungen abspielen.

00:29:03: Das Naturhistorische Museum hat ja auch untersucht wie der Klimawandel sich auf die Schädlinge im Museum auswirken.

00:29:11: Was hat man da herausgefunden?

00:29:14: Ich habe schon erwähnt dieser Geisterfischinstudium.

00:29:16: Ja das ist im Rahmen eigentlich dieser Studie entstanden, die Pascal Querner am Museum gemacht hat und er hat aber nicht nur die Fischen aufgenommen, sondern eigentlich eine ganz große Gruppe von Museumschildingen.

00:29:31: Und was schon nachgewiesen werden konnte ist dass einige Arten jetzt im Verhältnis zu früher stark zunehmen und andere Arten stark abnehmen.

00:29:42: Was vielleicht auch ganz spannend ist mit einer neuen Methode, konnte zum ersten Mal nachgewissen werden wie viele Arten überhaupt in dem Museum nachweisbar sind.

00:29:52: das hat man genetisch gemacht.

00:29:53: Hätte man nicht als Museum die Möglichkeit, die Räume einfach runter zu kühlen und immer so quasi dass der Klimawandel im Museum selbst nicht stattfindet?

00:30:02: Prinzipiell wird natürlich auch in Museen gekühlt.

00:30:06: Es ist aber auch notwendig das Museum... Also es gibt ja mehrere Bereiche im Museum.

00:30:12: Das gibt die wissenschaftlichen Sammlungen.

00:30:14: Die könnten untergekühlt werden da arbeiten aber auch Menschen drinnen.

00:30:19: Man muss aufpassen, dass das nur so weit runtergekühlt wird.

00:30:23: Dass die Leute da trotzdem drinnen arbeiten können.

00:30:26: aber es gibt ja auch dann noch die Schaussammlungen und die Schausammlungen.

00:30:29: Die sind eigentlich für das Publikum offen und die kann man über einen gewissen Grad noch schwerer runterkühlen.

00:30:38: Zusätzlich ist es so, dass es nicht nur darum geht von Es ist wahrscheinlicher, dass neue Arten reinkommen weil es drinnen wärmer wird.

00:30:46: also egal ob es im Museum drinnen Wärmer wird oder nicht?

00:30:50: Viele der Tiere kommen direkt aus der Umgebung des Museums zufällig ins Gebäudereien.

00:30:57: Und wenn sich die Art und Zusammensetzung ändert, die ums Museum herum lebt dann ändert sich automatisch auch die Art & Zusammennetzung, die im Museum drinnen lebt.

00:31:08: Das heißt, die schlupfen dann so mit den Besuchern vielleicht mit rein oder man lasst einmal das Fenster offen?

00:31:14: Ja.

00:31:14: Man lasst mal das Fenstersaufen oder natürlich mit Besucherinnen sowieso aber auch mit den Mitarbeiterinnen des Museums.

00:31:20: also da gibt es unterschiedliche Wege wie sie reinkommen können.

00:31:25: Was man ja auch im Naturhistorischen Museum sieht sind viele tote ausgestopfte Tiere.

00:31:31: und das führte ja zu dem kuriosen Fall, dass die Wiesenotter, die im neunzehnten Jahrhundert noch total häufig waren nämlich so häufig, dass der kaiserliche Hof Leute bezahlt hat dafür diese Tiere zu erschlagen.

00:31:44: Heute in Österreich komplett verschwunden ist und man kann sie eigentlich nur mehr im Natur historischen Museum heute sehen.

00:31:51: und im Tiergärten Schimbrunk sind da noch ein paar Exemplare lebend.

00:31:56: Glauben Sie, dass diese Tiere die man nur im Museum sehen wird, also die einsteinheimischen Tiere.

00:32:03: Dass sie jetzt viel mehr werden in den nächsten Jahrzehnten?

00:32:06: oder ist die Wiesenotter eigentlich nur so eine Symbol, wo man den Leuten ein bisschen Angst machen kann?

00:32:13: Nein!

00:32:13: Die Wissenotter hat natürlich schon... Es gibt gewisse Charakteristiker, die bei der Wisenotter da sind und die bei anderen Arten hoffentlich inzwischen auszuschließen sind.

00:32:23: Also diese intensive Bejagung bis fast zur Ausrottung ist inzwischen so, dass das nur mehr für ganz wenige Tiere überhaupt möglich ist.

00:32:34: Dass so etwas passiert, so etwas würde heutzutage wahrscheinlich in dem Ausmaß nicht mehr passieren.

00:32:40: Andererseits ist es so, da es durchaus bei anderen Arten nach wie vor so ist, wenn darüber diskutiert wird wer werden vielleicht nachher auf den Wolf zu sprechen kommen?

00:32:49: Da könnte es ja auch wieder der Fall sein, dass er wieder für Österreich ausstirbt.

00:32:55: Die Anzahl der Arten, die in Österreich nicht mehr vorkommen und für Österreich nur mehr im Museum vorhanden sind wird sicher steigen.

00:33:06: Da bin ich überzeugt davon weil schon die Änderungen quasi des Klimawandels dazu führen werden einige Arten werden wir verlieren ist jetzt wahrscheinlich fast eher die Frage wie viele?

00:33:20: Und stoppen wir es rechtzeitig dass die Ökosysteme auch noch nach wie vor stabil bleiben.

00:33:25: weil sie den Wolf jetzt angesprochen haben, das wäre eigentlich ein Beispiel wie so eine ausgestorbene Art ja wieder die Rückkehrschaft oder?

00:33:34: Genau.

00:33:34: Das ist eben was ich erwähnt habe der Unterschied zwischen lokales Aussterben und globales Ausstärben.

00:33:40: Global ausgestorbenen Arten kommen auch nicht mehr zurück, auch wenn es da durchaus Wissenschaftler gibt, die da einen Gegenteil behaupten, dass sind eher mühtend, dass man etwas wieder zurückholen wird können.

00:33:55: Aber lokal ausgestorbene Arten können natürlich aus benachbarten Gegenden die Regionen sich wieder erschließen.

00:34:03: Der Wolf ist ja lokal nicht ausgestorbene, weil die Gegebenheiten nicht mehr für ihn passend wären, sondern weil sie insofern nicht mehr passend sind, weil wir ihn so stark bejagen dass er nicht mehr davor kommen kann.

00:34:15: Der Mensch sozusagen als Aussterbefactor.

00:34:18: Genau der

00:34:18: Mensch ist eigentlich der einzige Grund wieso es den Wolf nicht gibt in unseren Breiten oder in Österreich

00:34:24: Und bei der Wiesenautor war das anders?

00:34:27: Bei der Wissenautor ist es auch so.

00:34:28: Die Wissenauto würde an sich, die hat weitaus weniger Habitate inzwischen zur Verfügung als sie früher gehabt hätte.

00:34:36: und die Schwierigkeit darauf müssen wir vielleicht auch noch kurz kommen, ist Konnektivität.

00:34:42: ja also eine Art kann sich auch nur dann in einer Region ausbreiten wo es für Sie geeignet ist wenn Sie dazwischen auch wandern können haben.

00:34:54: nicht nur, ihr habt schon erwähnt unsere Schutzzonen sind meistens so nach dem Aachenauer-Prinzip aufgebaut und die Verbindung dazwischen ist oftmäßig gut geeignet für...

00:35:06: Das heißt mal zu Oasen.

00:35:07: Die

00:35:07: Tiere.

00:35:08: Und die

00:35:08: nicht verknüpft

00:35:09: sind miteinander

00:35:10: ja.

00:35:10: Sonst ist Wüste für die Tiere und sehr schwierig von einer Oase zur nächsten zu kommen.

00:35:15: Was übrigens eine Geschichte ist wieso eigentlich die Natur würde reagieren?

00:35:19: Auf solche Veränderungen wie Klimawandel mit Wanderungen.

00:35:23: Und das heißt, wir werden konfrontiert sein, dass sich Artenzusammensetzungen ändern weil eben Arten wandern.

00:35:32: Das muss nicht nur aktives Wandern wie bei dir sein.

00:35:34: Das kann auch Ausbreitungsmechanismen wie bei Pflanzen zum Beispiel übersamen sein.

00:35:39: Nur da ist es so, dass dieses Wandern eben möglich sein muss und wir haben die Landschaft Deutsch sehr fragmentiert, sehr zerschnitten Nicht nur durch Straßen, sondern auch durch unsere Art wie wir generell Landmutzung machen.

00:35:54: Die Gegner des Wolfes und da gibt es ja dann doch einige die sagen naja was brauchen wir dem Wolf?

00:36:00: Wir haben jetzt eigentlich mehr als hundert Jahre gut ohne den Wolf gelebt.

00:36:05: Haben sie da nicht irgendwie auch einen Punkt wenn Sie sagen die Natur gibt's auch ohne wolf?

00:36:11: Die Natur gibt sicher auch ohne Wolf.

00:36:13: Der Mensch ist überzeugt dass er einzelne Funktionen geht zum Beispiel die Top-Räuber darstellen, übernehmen kann durch Bejagung.

00:36:22: Wir übernehmen aber dann auch nur die Funktion, die ein Räuber wahrnimmt allerdings auch ökologisch sinnlos weil meistens sind wir daran interessiert die prächtigsten Tiere aus einer Population rauszunehmen.

00:36:38: der Wolf macht es üblicherweise anders der nimmt die schwächsten Tiere von seiner Population heraus.

00:36:43: das heißt die Funktionalität die wir übernehmen.

00:36:46: Teilweise können wir das, aber wir vergessen dass es auch andere Funktionen des Wolfers gibt jenseits dieser Beutebeziehung.

00:36:55: Die übernehmen wir nicht.

00:36:56: Das heißt nicht, dass deswegen das System zusammenbrechen muss.

00:37:00: Aber wenn wir sicherstellen wollen, dass es natürliche Systeme gibt die für sich selbst funktionieren, auch ohne unseren Eingriff dann sollten wir auch zulasten, dass diese Topredatorn bei uns gibt.

00:37:14: Sie haben vorhin schon gesprochen, diese Netze destabilisieren sich.

00:37:18: Also es geht nicht um einzelne Arten oft sondern eigentlich um das System, das dann kippen kann.

00:37:23: Jetzt ganz blöd gefragt ist es auch für uns selbst und Menschen ein Problem oder ist es eigentlich hauptsächlich Problem für die Naturliebhaberinnen und Naturliebehabern?

00:37:33: Die dann sehen eu je die Blauracke der schöne Vogel ist jetzt auch schon in Österreich weg also aber Sonst hat es keine Auswirkung, also geht's da um mehr als Naturliebe?

00:37:44: Es geht um sehr viel mehr als um Naturlieber.

00:37:47: Das verschwinden einzelne Arten und vor allem der seltenen Arten ist teilweise so, dass man das noch argumentieren könnte, dass das eine Geschichte ist die was zu tun hat mit Naturlieben ja, die ein Problematik ist, die Naturliebhaber.

00:38:02: im Übrigen hoffe ich eigentlich, dass wir alle Naturliebbaber sind aber die nur Naturliebabern betrifft So dass natürliche Systeme so aufgebaut sind, dass sie keine linearen Systeme sind.

00:38:16: Wir glauben immer wird es ein bisschen wärmer kommen neue Arten nach dann funktioniert das halt mit den neuen Arten genauso gut wie mit den alten Arten.

00:38:23: ja die Problematik liegt daran dass das natürliche systemen so komplex sind dass es keine lineare zusammenhänge gibt sondern dass es sogenannte kipppunkte gibt.

00:38:34: man kennt das aus der klimadiskussion es gibt eben einen kipppunkt ab dem lässt sich das System dann auch gar nicht mehr retten, sondern es wird instabil.

00:38:45: Geht dann langfristig vielleicht in einen anderen stabilen Zustand.

00:38:49: ob dieser stabile Zustand für den Menschen geeignet ist bezweiflich zumindestens für... Das geht ja auch nicht um Aussterben des Menschen, sondern das geht ja darum wenn wir einen solchen Druck bekommen dass unsere Population um ein doppeltes zu hoch ist was machen wir dann?

00:39:05: Was passiert dann?

00:39:06: Das sind die Netz-Szenarien von.

00:39:08: der Mensch muss ja nicht aussterben, dass wir in die Problematik kommen.

00:39:12: Und diese Kippsituationen sind schon so, dass sie wirklich ans Eingemachte gehen können.

00:39:17: Aber wovon reden wir dann, dass man einfach jetzt kein Gras mehr vor unserer Haustür haben.

00:39:23: oder was ist jetzt das Dramatische?

00:39:25: Weil die Luft gibt es noch.

00:39:26: Das

00:39:27: Gras für unsere Haustüte ist wahrscheinlich nicht so dramatisch auch wenn's nicht sehr hübsch wäre, wenns graslos wär, die Gärten aber das Futter, das wir haben also das Essen Die Nahrung, die ist davon abhängig, dass es stabile Systeme gibt.

00:39:41: ja Das funktioniert nur, wenn der Boden funktioniert.

00:39:44: Wenn der Wasserkreislauf funktioniert und die Stoffkrauslaufe funktionieren.

00:39:48: Sobald diese Systeme zusammenbrechen, sind unsere Ernährungssysteme auch zusammen.

00:39:56: Und dann wird es sehr kritisch.

00:39:58: Und das ist natürlich so dass die lokal nicht gleichzeitig überall auf der Welt zusammen brechen werden sondern da werden einzelne... Da wird anfangen einzelne Systeme, damit sie zusammenbrechten.

00:40:09: Jetzt ist es so, dass wir vielleicht ohne Kaffee durchaus noch immer weiterleben können, auch wenn wir vielleicht ein bisschen unglücklicher sind.

00:40:17: Ich bin auf jeden Fall unglücklich, aber das betrifft natürlich auch ganz wesentliche Nahrungssysteme.

00:40:24: Und dass Kaffee jetzt teurer wird?

00:40:25: Das sieht man ja schon, weil es da Probleme gibt... Wenn Sie in die Zukunft blicken, Österreich in hundert Jahren Ist es dann so, dass unsere Enkelinnen, Großenklein also die nachfolgenden Generationen ein ganz anderes Land sehen werden?

00:40:42: Ist das dann einfach eine andere Natur?

00:40:45: oder wie kann man sie das vorstellen.

00:40:47: Naja ich bin überzeugt davon, dass Teil der Art und Zusammensetzung natürlich auch ganz anders sein wird weil das ja schon so ist.

00:40:54: wenn ich vergleiche... Die Natur meiner Kindheit und die Natur jetzt ist es so, dass sich das zumindest flächenmäßig extrem geändert hat.

00:41:04: Für in hundert Jahren hoffe ich eigentlich, dass ein Teil der Veränderungen auch positive Veränderung betrifft – da darf sich sehr viel verändern!

00:41:14: Es darf eine Art Zusammensetzung vorhanden sein, die es heute sogar noch nicht gibt.

00:41:21: Solange sie funktioniert, solls mir gut recht sein.

00:41:25: Gewisse Teile, gewisse Ökosysteme die wir haben werden wir wohl auch als solche schützen müssen und auch wenn es dort zu kleinen Änderungen auf jeden Fall kommen wird sollte es zumindest zu keinen Änderung kommen die das System in ein anderes System überführen.

00:41:44: Das ist jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert ausgedrückt.

00:41:47: ich sage jetzt einmal Wir werden sichern müssen dass es nach wie vor Auen gibt, dass es noch wie vor Moare gibt Trockenrasen gibt, dass es idealerweise auch Almen gibt und die genaue Zusammensetzung dort der Arten wird in hundert Jahren nicht hundertprozentig das widerspiegeln was wir heute sehen.

00:42:11: Gibt's auch positive Entwicklungen, die Sie sehen?

00:42:14: Wir haben jetzt sehr viel über diese Verschiebungen übers Aussterben gesprochen über Migration weil es Tiere nicht mehr aushalten dort wo sie sein.

00:42:23: Wolken müssen jetzt wandern, bei Pflanzen ist das ja sehr ähnlich.

00:42:27: Gibt es irgendwo was Positives in den letzten Jahren?

00:42:30: Ja, es gibt einige positive Entwicklungen in den vergangenen Jahren.

00:42:34: also sowohl global als auch national oder europäisch sage ich jetzt einmal eine der wesentlichen Errungenschaften die wir global zum Beispiel geschafft haben ist die Einigung auf die Nachhaltigkeitsziele.

00:42:49: Das war meiner Meinung nach ein ganz, ganz großer Wurf und auch deswegen weil sich dazu hier sind ich viele Teile der globalen Politik bekennen.

00:43:00: Ob das jetzt in die Umsetzung oder wie schnell das in die umsetzung kommt und schnell genug können wir noch einmal darüber diskutieren, aber bleiben mal bei den positiven Teilen vielleicht.

00:43:10: Auch ein weiterer positiver Teil ist dass wir uns gewisser Problematiken bewusst geworden sind und darauf auch schon reagieren.

00:43:17: sogar und eigentlich finde ich ja das Schöne, dass Europa... Wir sind jetzt ansonsten in manchen Bereichen was Nachhaltigkeit betrifft nicht unbedingt federführend, aber die Einführung des Renaturierungsgesetzes der Renaturierungsverordnung ganz, ganz großer Wurf.

00:43:37: Das ist auch das Bewusstsein dass wir nicht nur Sachen schützen müssen als Archänoa-Prinzip sondern dass wir sogar weil wir eben lang Zeit unnachhaltig gehandelt haben stärker schauen müssen dass wir Sachen wieder gut machen die wir früher einmal schlecht gemacht haben.

00:43:54: Ja?

00:43:54: Das ist eine Geschichte und es ist ja etwas Schönes!

00:43:57: Wir können aus unseren Fehlern lernen.

00:43:59: Es ist keine Tragik hier jeder macht Fehler aber wäre gut, wenn wir aus unserem Fehler lernen.

00:44:03: Und die Renaturierungsverordnung ist für mich so eine Geschichte da?

00:44:08: Wir können aus unseren Fehlern lernen, wenn nicht schon die Hälfte ausgestorben ist, damit schwierig.

00:44:14: Was mich jetzt noch interessieren würde – weil sie ja am Ende hin ein bisschen politisch waren – gibt es einen Ratschlag oder einen Wunsch, den Sie den Entscheidungsträgerinnen gern ausrichten würden?

00:44:28: Ja!

00:44:28: Es gibt einige Wünsche, ich bin ... Mitgeht vom Biodiversitätsrat und der Biodiverzitätsrad hat auch einige Kernforderungen.

00:44:36: Und eine der Kernforderung ist die Errichtung nationalen Biodivesitätszentrums, das wäre etwas was uns sichern würde dass wir sowohl wahrnehmen was sich ändert als auch untersuchen können reichen unsere Maßnahmen die wir setzen um dagegen zu arbeiten unter anderem Renaturierung reichen die aus damit es in eine positive Richtung geht.

00:45:02: Aber

00:45:03: das heißt, dass gibt's noch gar nicht so was?

00:45:05: Also wenn wir von der Dramatik vorhin geredet haben also sowas hat Österreich noch gar nichts.

00:45:10: Sowas hat österreich noch nicht.

00:45:12: Das heißt wie wissen eigentlich sehr wenig was sich da tut.

00:45:16: diese ganzen Dinge über die wir jetzt gesprochen sind eigentlich eher kursorisch, anektotisch und netso sehr im großen Stil erfasst.

00:45:25: Naja nein!

00:45:26: Da muss man immer aufpassen, die sind noch nicht anektotisch.

00:45:29: Unser Wissen reicht aus um sagen zu können was ist die Problematik?

00:45:33: Wir müssen aber wirklich in allen Systemen wahrnehmen welche Änderungen kommen da auf uns zu und müssen diese Änderung nachweisen können.

00:45:44: Und dann müssen wir wenn wir Maßnahmen setzen um die Änderungswerte eigentlich geht das haben wir noch nicht erwähnt Aber vielleicht sollte ich ausreden Wir wollen da Maßnahmen setzen, dass es zumindest nicht so schnell geht.

00:45:59: Dass die Änderungen nicht zu schnell ablaufen.

00:46:01: Der eine Punkt den ich noch nie erwähnt habe ist ja die Änderungen, die wir jetzt im Anthropozän haben durch Menschen verursacht sind ja deswegen so dramatisch weil sie in einer Geschwindigkeit kommen wo die natürlichen Mechanismen nicht ausreichen der belebten Welt nicht ausreichen um sich an die Äänderungen der unbelebten welt anzupassen.

00:46:24: Das heißt, es

00:46:26: geht viel zu schnell.

00:46:27: Wir müssen das idealerweise stoppen werden – ja, das war immer das Ziel!

00:46:31: Aber wir müssen's zumindest so weit verlangsamen, dass die natürlichen Mechanismen ausreichen und sich daran anpassen können.

00:46:39: D.h.,

00:46:39: wir müssen eigentlich sorgen dafür, dass wir diese Bremse herbekommen?

00:46:43: Genau, wir müssen auf jeden Fall diese Entwicklungen abbremsen.

00:46:48: Die Erwärmung müssen wir im Endeffekt auch in einem Ausmaß halten, wo es nicht zu irgendwelchen Punkte kommt.

00:46:55: Da sind wir ja zurzeit nicht ganz so glücklich unterwegs, sage ich jetzt einmal.

00:47:01: Es gibt einige Punkte die wir auf jeden Fall ganz abstoppen müssen.

00:47:04: aber selbst wenn wir quasi Erwährmungen abstoppen dann ist es so dass die Reaktionen drauf der belebten Umwelt trotzdem weitergehen werden und die müssen wir ermöglichen.

00:47:17: Das sind Aufgaben, die sind sektorübergreifend und wir müssen uns einfach als Gesellschaft überlegen was welche Priorität hat.

00:47:24: Und dieses Zentrum das Sie da fordern würde sozusagen helfen dabei?

00:47:29: das abstoppten zu können, weil man mal weiß was passiert.

00:47:32: Ja, das Schwierige bei Biodiversitätsdaten aber eigentlich bei Daten generell nicht so lange man Daten nicht dafür braucht um irgendwas gesellschaftsrelevante Problematiken damit zu lösen ist es auch nicht so tragisch wenn alles verstreut vorhanden ist und das ist dann auch schwer zugänglich für alle.

00:47:51: Aber das ist jetzt einmal ein akademisches Problem Das Akademische Schade.

00:47:57: Gesellschaftspolitisch kann man sagen, ja wir haben halt kein Geld um uns das leisten zu können.

00:48:02: Sobald es aber gesellschaftsrelevant wird muss man eigentlich schauen dass man die Investitionen die man setzt um Daten herzukriegen auch insofern nachhaltig macht als dass dann die Daten vorhanden sind als Basis für weitere Maßnahmen und darum geht's bei diesem nationalen Biodiversitätszentrum.

00:48:22: Das wäre dafür da dass alles gesammelt wird Ideal darauf reagieren.

00:48:28: Das muss jetzt nicht ein Gebäude sein, aber man muss nicht ein neues Gebäudepaul bauen.

00:48:33: Das kann sogar eine verteilte Infrastruktur sein wenn man so will.

00:48:37: Die muss man dann irgendwie koordinieren, auch das ist möglich.

00:48:41: Aber es ist gut dass die Daten so zusammen sind, dass wir auf die gesellschaftspolitisch relevanten Geschichten reagieren

00:48:49: können.

00:48:50: Dann hoffen wir dass wir bald nicht mehr im Blindflug unterwegs werden.

00:48:55: Herzlichen Dank für dieses Gespräch!

00:48:57: Ja ich danke!

00:48:58: Das war Edition Zukunft.

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00:49:27: Die nächste Folge-Edition Zukunft hört ihr über nächste Woche.

00:49:30: Ciao!